LUXEMBURG
LJ

Programm des diesjährigen „Salon du Livre“ vorgestellt

Vom 2. bis zum 4. März wird das 35. „Festival des Migrations, des Cultures et de la Citoyenneté“ in den Messehallen der Luxexpo-The Box auf Kirchberg abgehalten. In diesem Rahmen wird es auch das nunmehr 18. „Salon du livre et des cultures du Luxembourg“ sowie die sechste „Artsmanif, recontre des cultures et des arts contemporains“ geben. Am gestrigen Dienstag hat das zuständige „Centre de liaison, d’information et d’aide pour les associations issues de l’immigration au Luxembourg“ (CLAE) das offizielle Programm vorgestellt.

Diverse Stärken

Das setzt vor allem auf seine Stärke in der Vielfältigkeit seiner Autoren und seines Angebots; so hat das CLAE eng mit Organisationen und Partnern aus mehreren Ursprungsländern zusammengearbeitet, unter anderem aus Italien, Spanien, Katalonien, den Kapverden oder Russland. In diesem Jahr werden auch erstmals kroatische und ukrainische Partner mit von der Partie sein. Und die Themen Migration und Identität stark in den Vordergrund rücken, wie die Organisatoren verrieten. „Unsere Philosophie ist ganz klar: Ein eng mit unseren Partnern zusammen erarbeitetes, breites und vielfältiges Portfolio an Autoren und ihren Werken und ihrer Kultur“, erklärt CLAE-Direktor Jean-Philippe Ruiz, der bereits in der Vergangenheit für das Festival verantwortlich zeichnete. „Damit wollen wir die immer kompliziertere Welt ein klein bisschen erklären.“

„Das vielfältige Aufgebot soll das breite Angebot an unterschiedlichen Kultureinflüssen in Luxemburg gut vertreten“, meint er weiter. Literatur erlaube eine Legitimierung einer Gemeinschaft; entsprechend wichtig sei eine hochwertige Vertretung, sofern möglich. „Dafür arbeiten wir seit fast 20 Jahren mit großartigen Schriftstellern zusammen“, sagt Ruiz. Insgesamt helfen 32 Partnerorganisationen und -Vereine. Hinzu gesellen sich 20 Editoren und vier Büchereien, davon zwei aus dem Großherzogtum. Das Aufgebot wird komplettiert durch die Präsenz von 70 Schriftstellern, einige davon reisen als unabhängige Aussteller an. „Wir hoffen, dass wir damit die sehr breite, vielfältige Literaturlandschaft zugänglicher machen können“, meint der Organisator.

„Zudem konzentrieren wir uns mit der „Artsmanif“ auch darauf, Künstlern eine Bühne zu verleihen, um ihre Kultur zur Schau zu stellen“, erklärt Ruiz. In diesem Jahr werden es rund 40 Künstler sein. Auch hier sollen die Themen Migration und Identität im Mittelpunkt stehen.

Daneben wird es im Rahmen des Festivals auch spezielle Events geben, wie ein Russisches Tanz-Ensemble, ein Salsa-Orchester oder Schriftsteller-Workshops. Ruiz' Geheimtipp: „Wir haben am 3. März eine ,Rencontre du Balkan‘ mit Schriftstellern aus einer Mehrzahl von Balkanstaaten. Dieses Event bringt seit 15 Jahren Künstler aus Ex-Jugoslawien zusammen und beweist wie kaum ein anderes Event, dass Literatur und Poesie jede physische Grenze überschreiten können“, erklärt er.

Der „Salon du Livre“ werde rund ein Drittel der verfügbaren Fläche des Festivals für sich beanspruchen und zudem prominent in den vorderen Reihen zu finden sein. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass der Bücherteil direkt am Eingang des Messebereichs liegt“, meint Ruiz. „Auf diese Weise stechen wir stärker heraus; wir hoffen, damit noch mehr Leser begeistern zu können als ohnehin schon.“

Das Programm wird auch online verfügbar sein - unter www.clae.lu