LUXEMBURG
SIMONE WAGENER

Die Association Luxembourgeoise des Étudiants en Psychologie (ALEP) verlegt ihre traditionelle „Soirée d’Information sur la Psychologie“ dieses Jahr - aufgrund der aktuell vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen des Gesundheitsministeriums wegen des Coronavirus - auf ihre digitalen Plattformen. Im kommenden Monat können Interessierte am Fach sich durch das alternative Informationsangebot über das Studium und die unterschiedlichen beruflichen Möglichkeiten in der Psychologie schlau machen. Die digitalen Inhalte werden vor allem auf der Facebook-Seite der ALEP erscheinen. Simone Wagener, Präsidentin der Vereinigung, erklärt, wie dies ablaufen wird.

„In einem ersten Teil wird der Bachelor-Studiengang der Universität Luxemburg vorgestellt, wobei der Studiendirektor, Prof. Dr. André Melzer, ein paar Tipps zur Anmeldung und einem erfolgreichen Studium mitgibt. Weitere Inputs werden David Benhsain und Delphine Verton, zwei Neuropsychologen aus dem Rehazenter Luxembourg, Catherine Richard, eine Psychotherapeutin der Verhaltenstherapie in eigener Praxis und Jyll Duschinger, Psychologin beim ‚Service d’Aide aux Victimes‘ des ‚Service Central d’Assistance Sociale‘ (SCAS) geben. Die vier praktizierenden Psychologen bieten einen Einblick in ihren persönlichen Werdegang und ihren Berufsalltag. Auch Studierende können vom Informationsangebot profitieren, indem sie sich aus erster Hand über die Vielfalt der Berufsaussichten informieren und mit anderen Studierenden darüber austauschen können. Interessenten können jederzeit über Facebook-Chat oder E-Mail ihre Fragen an den ALEP-Vorstand richten. Außerdem findet im Rahmen dieser Informationsreihe eine Gewinnspiel-Verlosung von psychologischen Fachbüchern, welche vom Springer-Verlag zur Verfügung gestellt werden, statt.

Wir als Studentenvereinigung wollen durch unsere Informationsreihe dazu beitragen, das klassische Bild der Berufsaussichten eines Psychologen aufzulösen und eine realitätsgetreuere Sicht auf das Fach und ihren Platz in der Arbeitswelt schaffen. Häufig gehen selbst Studienanfänger davon aus, dass der einzige Berufsweg nach dem Psychologiestudium in die psychiatrische Klinik oder die therapeutische Praxis führt. Dies ist allerdings nur ein Teil des höchst diversen Berufsfeldes der Psychologie. Der Arbeitsmarkt in Luxemburg bietet aufgrund der Größe des Landes tatsächlich nur eine begrenzte Anzahl an Arbeitsstellen in Kliniken. Wirtschaft, Forschung, pädagogische Einrichtungen, psychosoziale Dienstleister, der Staat und viele weitere Einsatzbereiche bieten daneben aber zahlreiche weitere Möglichkeiten, hierzulande als Psychologe arbeiten zu können. Die Psychologie hat sich durch ihre vielfältige Funktionalität in den letzten Jahrzehnten zunehmend als fester Bestandteil des Arbeitsmarkts etabliert und somit fortlaufend neue Stellen geschaffen. Unsere Empfehlung an alle Studieninteressierten und zukünftige Psychologen ist demnach: Steht dem vielfältigen Arbeitsfeld von Anfang an offen gegenüber und zeigt die Bereitschaft, euer Fachwissen weiter in den verschiedensten Bereichen mit einzubringen!“

Weitere Infos zur Informationsreihe über contact@alep.lu oder Facebook