LUXEMBURG
ANNETTE DUSCHINGER

Fusion im Spitalswesen: „Hôpitaux Robert Schuman“ erblickte das Licht der Welt

Schon dass die Pressekonferenz im Hôpital Kirchberg stattfand, sprach eigentlich Bände, als die Fusion der Fondation François-Elisabeth und der ZithaKlinik SA gestern im Beisein von Gesundheitsministerin Lydia Mutsch vorgestellt wurde. Dort wird in Zukunft die Notaufnahme zentralisiert werden, die Diskussion darüber, wo in Zukunft was und wie tief medizinisch angeboten wird, sei aber noch nicht abgeschlossen, sagte der Präsident des Verwaltungsrats der des neuen Krankenhausverbunds, Frank Wagener. Es gebe ja auch noch politische „unbekannte Größen“: Mit welchem Budget könne man in Zukunft noch rechnen, was werde im Krankenhausplan festgelegt und wie sollen die Kompetenzzentren im Land verteilt werden?

Die vier Standorte bleibenunverändert erhalten

„Außergewöhnlich schnell, in nur anderthalb Jahren haben wir die vier Häuser - Clinique Bohler, Hôpital Kirchberg, die Escher Clinique Sainte-Marie sowie die Zi-thaKlinik - zusammengebracht“, so Wagener, der betonte, dass die vier Standorte unverändert - auch von den Namen her - erhalten bleiben und sich auch für das Personal nichts ändert. Die Fondation François-Elisabeth verwaltet allerdings den Krankenhausverbund und benennt sich in „Fondation Hôpitaux Robert Schuman“ um.

Die Zielsetzungen der Fusion entsprechen ganz dem, was politisch auch gewollt ist: Die Prävention stärken (mit dem ZithaGesundheitsZentrum), Aktivitäten bündeln für mehr Spezialisierung und eine höhere „kritische Masse“, die ambulanten Aktivitäten ausbauen und mit ausländischen Universitäten zusammen zu arbeiten. Sie wurden von Gesundheitsministerin Lydie Mutsch denn auch ausdrücklich als „richtiger Weg“ begrüßt. In Regierung und Ministerium werde man gute Partner finden.

Veränderungen wird es durch die Zentralisierung der Notaufnahme im Hôpital Kirchberg für die Bereitschaftsdienste geben, die dann noch von zwei Krankenhäusern im Zentrum gewährleistet werden. Das sei „ein Switch, der gut vorbereitet werden will und das ist vor Sommer 2015 nicht machbar“, sagte Dr. Philippe Turk.