LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

Dachverband der Entwicklungs-Nichtregierungsorganisationen gibt sich neuen Strategieplan

Der „Cercle de Coopération des ONG de développement du Luxembourg“ will seine 75 Mitgliedsorganisationen auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten. Zu diesem Zweck hat der Dachverband einen Strategieplan für den Zeitraum von 2015 bis 2019 ausgearbeitet, der auf vier Achsen beruht. „Wir haben uns eine Vision gegeben, die wir bis 2019 umsetzen wollen“, sagte Christine Dahm, Direktorin des „Cercle“, gestern bei der Vorstellung des Strategieplans. Die Prinzipien, die die Aktionen des „Cercle“ insgesamt leiten sollen, sind die Solidarität, Transparenz und Teilen.

Zwei der Achsen des Strategieplans betreffen eher den „Cercle“ und seine Mitglieder selbst. In einem ersten Schritt will die Plattform den Austausch und die Synergien zwischen den Organisationen fördern. Zweitens engagiert sich der Dachverband im Rahmen des Paradigmenwechsels in der Entwicklungszusammenarbeit, weg von einer paternalistischen hin zu einem partnerschaftlichen Verhältnis, erklärte Verwaltungsratpräsident Armand Drews.

Kohärenz gewährleisten

Die beiden anderen Missionen des Strategieplans richten sich eher an die Öffentlichkeit. Als Dachverband vertritt der „Cercle“ die Interessen seiner Mitglieder und setzt sich als solcher auch für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung ein. Zum Beispiel anhand des kürzlich erschienenen „FairPolitics“-Barometer, der auf Inkohärenzen in der Politik hinweist.

Zur Kohärenz gehört allerdings auch, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, wie Vizepräsident Andreas Vogt erklärte. Anstelle eines Schubladendenken müsse es eine holistische Herangehensweise geben. Wie die Direktorin des Dachverbandes Christine Dahm dem „Journal“ gegenüber erklärte, will der „Cercle“ mit Organisationen aus anderen Bereichen wie Umweltschutz oder Menschenrechten zusammenarbeiten.2015 ist für den „Cercle“ auch deshalb ein wichtiges Jahr , weil es das „Europäische Jahr der Entwicklung“ unter dem Motto „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“ ist.

Luxemburg wird außerdem ab Juli die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen.

Darüber hinaus legt die UN-Vollversammlung im September neue, universelle Ziele für eine nachhaltige Entwicklung fest, die die Millenniumsziele ablösen.