HOLLYWOOD
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Überraschung bei den Oscars: südkoreanische Satire „Parasite“ räumt ab

Die südkoreanische Satire „Parasite“ hat den Oscar für den besten Film gewonnen. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass eine nicht-englischsprachige Produktion in der Königskategorie triumphierte. Regisseur und Produzent Bong Joon Ho erhielt zudem den Regie- und Original-Drehbuch-Oscar sowie den Preis für den besten internationalen Film. Das Werk war mit vier Auszeichnungen der Gewinner des Abends.
Als beste Hauptdarstellerin wurde in der Nacht zu Montag in Hollywood Renée Zellweger für „Judy“ ausgezeichnet; in dem biografischen Film spielt sie die Sängerin Judy Garland. Bester Hauptdarsteller wurde Joaquin Phoenix für seine Rolle des späteren Batman-Gegenspielers „Joker“; das Drama wurde außerdem für die beste Filmmusik ausgezeichnet.

Drei Trophäen für „1917“

Drei Oscars gingen an das Kriegsdrama „1917“: Das Werk des Briten Sam Mendes wurde für Tonmischung und beste Spezialeffekte ausgezeichnet; Roger Deakins für die beste Kamera.
Brad Pitt und Laura Dern gewannen Oscars als beste Nebendarsteller. Pitt wurde für seine Rolle in dem Quentin-Tarantino-Film „Once Upon a Time in Hollywood“ ausgezeichnet, Dern für „Marriage Story“ des Regisseurs Noah Baumbach. Es waren die ersten Schauspiel-Oscars für Pitt und Dern.
Sänger Elton John und sein Liedtexter Bernie Taupin erhielten den Oscar für den besten Filmsong: „(I'm Gonna) Love Me Again“ aus dem Biopic „Rocketman“. Der von Michelle und Barack Obama unterstützte Film „American Factory“ gewann einen Oscar in der Kategorie Dokumentation. Die Netflix-Produktion von Steven Bognar und Julia Reichert erzählt von den Menschen in einer Fabrik im US-Bundesstaat Ohio. Damit ging die einzige deutsche Hoffnung - die Dokumentation „The Cave“ über ein unterirdisches Krankenhaus in Syrien - leer aus.