KAYL
GILLES SCHREINER

Die gemeinnützige Organisation „Support 4 Paws“ sammelt Spenden für Straßenhunde aus Rumänien

Es waren lange und anstrengende Tage die Claudia Billo, 26, zusammen mit ihrem Lebensgefährten, Steve Oberweis sowie Chris Hoefler und Ramona Pozzachio, in letzter Zeit verbrachten. Die vier Freunde sind nämlich die Gründungsmitglieder von „Support 4 Paws“, einer 2014 ins Leben gerufenen gemeinnützigen Organisation, deren Zielsetzung aus der Verteidigung der Tierrechte, der Sensibilisierung der Gesellschaft sowie der Kommunikation mit heimischen sowie auch internationalen Organisationen besteht. Darüber hinaus wird der Verein einmal jährlich nach Rumänien reisen, um Tierheimen und Organisationen, die Straßenhunde verpflegen, in allmöglicher Form zu unterstützen. Ein Rückblick auf eine ganz besondere Spendenaktion, die nicht zuletzt dank einer motivierten Tierliebhaberin zum vollen Erfolg wurde.

Claudia, warum wurde die Initiative „Support 4 Paws“ lanciert?

Claudia Billo Wir saßen eines Abends vor dem Fernseher, als gerade eine Reportage über Rumänien und die dort herrschenden Missstände lief, obwohl uns die dortigen Probleme schon länger bewusst waren, da wir ja selbst einen Hund aus Rumänien besitzen. Als wir die Bilder aber nochmal vor uns hatten, war der Entschluss schnell gefallen.

Wie viele Mitglieder zählt ihr mittlerweile?

Billo Insgesamt sind es schon 35, wobei 13 davon „aktive“ Mitglieder sind, was so viel bedeutet, dass jene uns an Veranstaltungen, Märkten und sonstigen Aktionen unterstützen, sei es beim Backen oder Basteln, beim Verkauf unserer Kreationen oder beim Sammeln von Spenden.

Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Spendenaktion für rumänische Straßenhunde?

Billo Genau, wir stehen in stetigem Kontakt mit Tierschützern aus der dortigen Region, Menschen, die mit ganz wenig etwas ganz Großes erreichen möchten. Wir möchten unseren Teil dazu beitragen, sei es finanzieller oder materieller Natur. In solch einer schier aussichtslosen miserablen Situation, mit der die Hunde konfrontiert sind, ist es wichtig, sich gegenseitig zu unterstützen. Man ist nur stark, wenn man miteinander arbeitet. So kommt es auch, dass über unseren Verein die Vierbeiner von Rumänien nach Europa gebracht werden können. Wir haben sehr nette Leute von Animal Souls kennengelernt, einer Organisation, deren Fokus spezifisch auf dieser Vermittlung liegt.

Wie verlief die Spendenaktion?

Billo Die gerade zu Ende gebrachte Aktion war übrigens schon die zweite für dieses Jahr, und wie auch die erste, kann sie als voller Erfolg bezeichnet werden. Wir sammelten innerhalb von nur drei Wochen insgesamt zweieinhalb Tonnen Futter, rund 1.000 Decken und Matten sowie unzählige Kartons mit Medikamenten und Verbänden. Ich möchte mich hier noch einmal bei Allen bedanken, die uns unterstützt haben. Ein ganz besonderes Lob möchte ich allerdings an Lynn Gindorff aussprechen, die uns Spender wie am Fließband zu uns ins Lager schickte. Ohne sie wäre die ganze Aktion sicherlich nicht so erfolgreich verlaufen. Es ist einfach schön zu sehen, dass es doch noch so viele Menschen mit einem Herz für Tiere gibt

Wart ihr auch selbst schon in Rumänien?

Billo Nein, leider noch nicht. Am 29. November begaben wir uns allerdings zu einem Transport, um die gesammelten Objekte abzugeben. An besagtem Tage kamen auch rund 20 Hunde und Katzen an, die zu ihren neuen „Adoptiveltern“ gebracht wurden. Dies war ein sehr emotionaler Moment: Man sah den Tieren die Quälereien förmlich an, wusste aber im gleichen Moment, dass sie jetzt und hier ihre zweite Chance bekommen werden.

Deine Nachricht an alle da draußen?

Billo ich erinnere an einen Satz von Mahatma Gandhi: „Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt“. Augen und Ohren nicht verschließen, wenn jeder einen kleinen Teil dazu beiträgt, ist vielen geholfen.

 

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