STOCKHOLM
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Alternativer Nobelpreis geht an „Cumhuriyet“ und syrische Weißhelme

Die türkische Zeitung „Cumhuriyet“ erhält in diesem Jahr gemeinsam mit drei weiteren Aktivistinnen und Organisationen den Alternativen Nobelpreis. Das gab die „Right Livelihood“-Stiftung am Donnerstag in Stockholm bekannt.

Neben „Cumhuriyet“ werden die Rettungskräfte der Syrischen Zivilverteidigung ausgezeichnet, darüber hinaus die ägyptische Frauenrechtsaktivistin Mosn Hassan und ihre Organisation Nasra für feministische Studien sowie die russische Flüchtlingsaktivistin Swetlana Gannuschkina.

Sie teilen sich das Preisgeld von drei Millionen schwedischen Kronen (313.000 Euro). „Die diesjährigen Preisträger packen einige der dringlichsten globalen Themen direkt an“, erklärte der Direktor der Stiftung, Ole von Uexküll. „Cumhuriyet“ wurde für „furchtlosen investigativen Journalismus“ im Angesicht von „Unterdrückung, Zensur, Inhaftierung und Todesdrohungen“ geehrt.

Die Rettungskräfte der Syrischen Zivilverteidigung - eine auch „Weißhelme“ genannte Freiwilligengruppe von Ersthelfern - wurden „für ihren herausragenden Mut, Mitgefühl und humanitäres Engagement bei der Rettung von Zivilisten aus der Zerstörung des syrischen Bürgerkriegs“ gewürdigt.

Der Alternative Nobelpreis wird seit 1980 vergeben. Mit ihm werden humanitäre, ökologische und soziale Initiativen geehrt, deren Würdigung ihr Stifter, der schwedisch-deutsche Philanthrop Jakob von Uexküll, bei den traditionellen Nobelpreisen nicht ausreichend berücksichtigt fand.