LUXEMBURG
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Hausdurchsuchungen im Fall „Unterschlagungen bei der CNS“

Im Rahmen einer der beiden laufenden Ermittlungen in Bezug auf die Veruntreuung von Geldern bei der „Caisse nationale de santé (CNS)“, die Anfang 2019 entdeckt wurden, führten Ermittler der Kriminalpolizei der Region Zentrum-Osten am Montag, 8. Juli, und Dienstag, 9. Juli, im Auftrag des ermittelnden Richters in Luxemburg Durchsuchungen von Wohnungen in Fentingen und Ettelbrück durch. Dies teilte die Justizpressestelle gestern in einem Kommuniqué mit.

52-jährige CNS-Mitarbeiterin und drei Personen aus ihrem Umfeld in U-Haft

Im Rahmen dieser Maßnahmen verhaftete die Polizei vier Personen, darunter eine 52-jährigen CNS-Mitarbeiterin, der seit der Entdeckung der Fakten von der Arbeit suspendiert wurde, und drei Männer in seinem Umfeld.

Diesen vier Personen wird unter anderem Diebstahl und Betrug zulasten der CNS in Höhe von schätzungsweise zwei Millionen Euro vorgeworfen. Die verhafteten Personen wurden vom Untersuchungsrichter angehört, der Untersuchungshaft anordnete. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen, wie es von der Pressestelle heißt.

Es sollen über mehrere Jahre eine Menge von Arztrechnungen aus dem Ausland gefälscht und die Rückerstattungen auf Konten von Angehörigen oder Freunden abgezweigt worden sein. Arztrechnungen aus dem Ausland scheinen schwieriger zu überprüfen zu sein.

Die Staatsanwaltschaft weist ausdrücklich darauf hin, dass nach dem Grundsatz der Unschuldsvermutung jede Person, die einer Straftat angeklagt ist, bis zum Nachweis ihrer Schuld nach dem Gesetz als unschuldig gilt.