LUXEMBURG
LJ

Das Tram-Projekt nimmt langsam aber sicher Gestalt an

Das Tram-Projekt ist auf gutem Wege, wie aus einer gestrigen Mitteilung von Luxtram hervorgeht. In den nächsten Wochen soll die Entscheidung über den Hersteller der Straßenbahnzüge fallen; die Lieferung ist für Anfang 2017 geplant, wie André Von Der Marck, Generaldirektor von Luxtram, festhält.

Energiesparend und zu hundert Prozentelektrisch

Die Tram, die in wenigen Monaten durch unsere Straßen fahren wird, soll indes ein ökologisches Transportmittel werden. Nur mit Strom betrieben, soll sie auf sämtlichen Strecken keinerlei Emissionen produzieren und auch keine Feinstaubpartikel in die Atmosphäre abgeben. „Die Tram ist aus energetischer Sicht sauber, und zwar in allen Stadtvierteln, die sie durchfährt. Die Tram ist das innerstädtische Verkehrsmittel mit dem niedrigsten Energieverbrauch pro Kilometer und pro transportierter Person“, präzisiert Von Der Marck.

10.000 Passagiere pro Stunde in jede Richtung

Die Vorteile der Tram sollen sich aber nicht nur auf ökologische Aspekte beschränken, denn ihr größter Vorteil soll ihre Kapazität werden. Pro Zug kann die Tram nämlich bis zu 450 Personen befördern; im Drei-Minuten-Takt entspricht dies fast 10.000 Passagieren pro Stunde und Richtung.

Der Bus schafft in dieser Zeit bestenfalls 2.500 Passagiere. Die Tramzüge sollen 45 Meter lang und 2,65 Meter breit werden, mit acht Doppeltüren auf jeder Seite, womit sie viermal so effizient wie die Busse sind, wie es vonseiten von Luxtram heißt. Insbesondere durch die eigene Trassenführung bekomme die Tram Priorität vor allen anderen Fahrzeugen, und habe damit eine höhere Reisegeschwindigkeit als der Bus.

Begrünte Gleise auf Kirchberg

Ein besonderes Augenmerk wird ebenfalls auf das Image der Straßenbahn gelegt. Aus Rücksicht auf das architektonische und historische Erbe wird die Tram in der Innenstadt ohne Oberleitungen fahren; auf dem Kirchberg soll sie derweil auf begrünten Gleisen fahren.

Die Transparenz der Fahrzeuge mit großzügig verglasten Flächen soll den Trambenutzern einen guten Ausblick ermöglichen. Zwischen Bahnsteig und Tram sind keine Stufen vorgesehen, so dass alle Passagiere, vor allem auch Personen mit eingeschränkter Mobilität, problemlos und bequem ein- und aussteigen können. Zu Sicherheitszwecken soll es eine integrierte Videoüberwachung geben, und für den Notfall in jedem Waggon einen automatisierten Defibrillator.

Wie André Von Der Marck weiter präzisiert, wird die Tram, die zum urbanen Rückgrat in einem Gesamtmobilitätspaket aus Zug, Bus, Park & Ride, Fahrrad und Zu-Fuß-gehen werden soll, der Mobilität in der Stadt Luxemburg ein neues Gesicht geben.