CLAUDE KARGER

Ach, dieser erste (für uns bereits zweite) Arbeitstag nach der Jahreswende: Bussis und Händeschütteln à gogo mit teils noch ziemlich verkatert dreinguckenden, raustimmigen Zeitgenossen... „Vill Gléck am neie Joer!“, schallt es auch aus dem hiesigen Blätterwald, dessen Bäumchen in den letzten Stunden arg bestrebt waren, die Crémant-selige Euphorie der „Happy Hours“ von Silvester bis Neujahr einzufangen. „Neues Jahr, neues Glück“ meint das „Wort“, das aber gleich die Begeisterung zügelt: „Für Europa muss diese Maxime nicht unbedingt gelten“. In der Tat: Wer weiß, was diese Zitterpartien Brrrrexit und Europawahlen noch alles bringen... „Herr Kunzmann sucht das Glück“ hieß es derweil im schön philosophischen „Revue“-Leitartikel. Fazit der Fahndung: „Das Erforschen des Glücks kann anstrengend sein, ebenso die krampfhafte Suche danach“. „A la bonne heure“! Deshalb sollte man aber nicht davon ablassen. Es könnte ja auch lustig werden. Wie schrieb schon Nietzsche: „Ja man kann sagen, fast überall wo es Glück gibt, gibt es Freude am Unsinn“. Ganz besonders viel Freude mit seiner kleinen Familie wünschen wir indes einem unserer werten Redaktionskollegen, der als frischgebackener „Daddy“ ins Jahr starten durfte. Halt die Ohren steif!