MONDORF

Haushaltsdebatte im Mondorfer Gemeinderat

Als Hauptpunkt standen der berichtigte Haushalt für 2012 und die Haushaltsvorlage 2013 auf der Tagesordnung des Mondorfer Gemeinderates. Bürgermeisterin Maggy Nagel stellte dem Gemeinderat und den zahlreichen Zuhörern, übrigens zum 16. Mal, die Haushaltseckdaten in einer ausführlichen Präsentation vor. Einleitend erwähnte sie das schwierige Umfeld in dem man sich noch immer befindet. Deshalb plane das Schöffenkollegium vorsichtig, ohne auf Investitionen zu verzichten. Es sei ein Übergangsbudget das es erlauben soll, die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zu beobachten.

Investitionen für über 15,7 Millionen

Maggy Nagel strich hervor, dass der Staat, trotz angekündigter Sparmaßnahmen, am Bau eines Lyzeums in Mondorf festhält. In den nächsten beiden Jahren gelte es, sich intensiv mit den Vorarbeiten zu diesem, für Mondorf, wichtigen Projekt zu beschäftigen. Eine weitere Feststellung war, dass das neue Bürger- und Kulturhaus, mit dem Parkhaus von insgesamt 18 Millionen Euro ohne Kredit finanziert werden konnte.

Gern werde von der Opposition übersehen, dass in den letzten sechs Jahren keine Anleihen getätigt wurden, obwohl das Investitionsvolumen jährlich zwischen 12 und 15 Millionen pendelte. Andere Projekte seien aus Voraussicht zurückgesetzt worden. Der Reservefonds ist mit 1,8 Millionen gut gefüllt.

Opposition ist enttäuscht

Der Sprecher der CSV-Fraktion, Rat Gérard Bichler, zeigte sich enttäuscht und sprach von einem Haushalt der Ernüchterung. Ausführlich zählte er auf was alles vor den Wahlen angekündigt und nicht realisiert wurde. Auch einer Erhöhung der Wassergebühren sehen die CSV skeptisch entgegen. Maggy Nagel merkte nur an, dass man für die geforderten Investitionen eine Anleihe in Höhe von acht Millionen Euro tätigen müsste, was in schwierigen Zeiten nicht angebracht sei.

In seiner Stellungsnahme zeigte sich Rat Steve Reckel (DP) ebenso wie seine Fraktionskollegen Lélia Schwachtgen-Dolinski und Arsène Weicker überzeugt von dieser Haushaltvorlage.

Rätin Sonja Zbinden (LSAP) ging in ihrer Stellungnahme kritisch mit dem berichtigten Haushalt 2012 um. Sie vermisse angekündigte Projekte sowie „grüne Politik“ und habe deshalb das Vertrauen verloren und würde dem Haushalt nicht zustimmen. Als Vertreter der déi Gréng zählte Schöffe Steve Schleck einige wichtige Posten des Budgets auf, die nachhaltige Politik bedeuteten.

Abschließend wurden die beiden Haushalte mit den Stimmen der Mehrheit aus DP und déi Gréng gegen die Stimmen der Opposition angenommen.CS