PASCAL STEINWACHS

Was ein richtiger Staatspremier sein will, der macht es Chefdiplomat Asselborn gleich (der es, sieht man sich seine Studienzeit an - „Ech war domm wéi e Schwäin“, wie er in der aktuellen Nummer des „forum“ eingesteht - weit gebracht hat), und düst munter um die Welt.

Nicht nur um Flugmeilen zu sammeln, sondern vor allem, um dort endlich mal mit seinesgleichen parlieren zu können, was in diesen Prä-Présidence-Tagen allerdings auch in Luxemburg möglich ist. So traf Xavier Bettel gestern in Berlin mit Frau Dr. Merkel zusammen, ehe er heute dann in Luxemburg mit Britenchef Cameron zusammenkommen wird, und das alles an zwei Tagen. Derweil es bei Merkel schon wieder um diese vermaledeiten Hellenen ging („Es wird noch geredet. Aber es muss auch was rauskommen“, wie Bettel gestern von den Nachrichtenagenturen zitiert wurde), geht es bei Cameron anscheinend vor allem um das geplante britische Referendum, was die Erzbistumszeitung gestern dann auch zum leicht bösartigen „bei Bettel kann er (Cameron) sich erkundigen, welche handwerklichen Fehler man bei einer Volksbefragung nicht begehen darf“-Kommentar inspirierte. Die Présidence kann kommen, dann aber auch wieder gehen...