LUXEMBURG
INGO ZWANK

Mobilitätsminister kündigt auf der CFL-Linie 10 und im ganzen Netz neue Triebwagen an

In den letzten Wochen sind in der Spitzenzeit die Züge von der CFL-Linie 10 extrem überfüllt, stellen die CSV-Abgeordneten Martine Hansen und Marco Schank fest. Dies sei von Ettelbrück, spätestens aber ab Mersch der Fall, dass keine Sitzplätze mehr frei wären und auch die Gänge extrem voller Leute seien.

So möchten die beiden CSV-Politiker vom zuständigen Minister François Bausch (déi gréng) wissen, ob ihm dieses Problem bekannt sei und ob er daran denken würde, etwas an diesem Umstand zu ändern.

„Geht die CFL davon aus, dass der Druck auf die 1. Klasse ab dem 1. März anwachsen werde?“, so die abschließende Fragestellung der beiden Abgeordneten.

Der Anstieg von Kunden auf der Nordstrecke sei bekannt, schreibt der Minister in seiner Antwort. Dafür seien auch verschiedene Züge verstärkt worden, indem sie auf der Strecke zwischen Elwingen und Luxemburg mit einem Maximum von sechs Waggons fahren. Bei den RB-Zügen aus Richtung Diekirch sei ein ähnlicher Anstieg erkennbar. Hier sei es aber nicht möglich, die Sitzkapazität weiter zu erhöhen. Diese Züge würden in den Spitzenzeiten mit vier bis sechs Waggons fahren, so Bausch weiter.

Die Einführung des Gratis-Nahverkehrs werde aber keine größeren Einfluss auf die Fahrgastzahlen auf dieser Strecke haben. Vielmehr werde sich ein Zuwachs an den Grenzbahnhöfen erwartet. Schaue man sich die aktuellen Zahlen an, so sei festzustellen, dass die meisten Grenzgänger beispielsweise in Geilich zusteigen würden; hier könnte es dann der Fall sein, dass diese erst in Elwingen fortfahren und somit für einen Zuwachs auf den nationalen Zügen auf dieser Strecken sorgen könnten.

Neues Material

Im Laufe des letzten Jahres habe die CFL neue Triebwagen bestellt, die es erlauben, eine gewisse Anzahl von Sitzplätzen im ganzen Netz zu erhöhen, um auch dem Umstand der wachsenden Gästezahl Rechnung zu tragen. Bestellt wurden nach Bausch 22 neue dreiteilige Triebwagen, die 6.380 Plätze in der zweiten Klasse und 968 Plätze in der ersten Klasse vorhalten. Hinzu kämen noch zwölf sechsteilige Triebwagen, die im Total 7.248 Plätze in der zweiten und 1.056 Plätze in der ersten Klasse anbieten. Und mit einem Druck auf die erste Klasse rechnet Bausch nicht, da ja die Preise für die Tickets dieser Klasse nicht reduziert werden.