LUXEMBURG
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24 Fragen an Jean Schoos

Für unsere diesjährige Sommerserie ließen wir einer Reihe von Politikern einige Fragen per E-Mail zukommen, von denen wenige politisch, und die meisten eher privater Natur sind. Manch einer hat noch am gleichen Tag geantwortet, bei anderen lässt die Antwort immer noch auf sich warten. Heute die Antworten von Jean Schoos, Präsident der adr.

Was haben Sie während dem Lockdown gemacht und befürchten Sie angesichts der aktuellen Situation einen zweiten Lockdown?  

Bedingt durch meinen Beruf habe ich den ganzen Lockdown durchgearbeitet und falls wir uns alle vernünftig verhalten, werden wir einen zweiten Lockdown verhindern können.

Ist Europa,  vor allem aber auch die Großregion, in der Corona-Krise gestorben?  

Nein sicher nicht, aber es hat die Schwächen des Systems aufgewiesen und uns vielleicht der Illusion beraubt, dass, Stand heute, wir noch weit von einem Staat Europa entfernt sind und diesen vielleicht auch nicht erreichen werden.

Was war in Ihren Augen das wichtigste politische Dossier in der zurückliegenden Session?

Ich denke, Covid hat die Prioritäten total verschoben und vor dieser Bedrohung werden die anderen politischen Themen zu Zwergen.

Welches sind für Sie die  Prioritäten für die Rentrée?

Zwei Prioritäten, erstens der medizinische Schutz des Individuums und zweitens der ökonomische Schutz des Gemeinwesens Staat jeweils in der Corona-Krise.

Wohin fahren Sie, wenn es die Situation denn erlauben sollte,  in den Urlaub, und warum?

Südtirol aus Tradition.

Haben Sie – und seien Sie hier bitte ehrlich! - seit der Einführung des gratis öffentlichen Transports schon mehr als einmal Bus, Bahn oder Tram genommen?

Nein und weshalb? Ganz einfach: das Verbindungsangebot in unserem ländlichen Raum ist einfach zu schlecht (da hilft ein Gratis-Transport nicht, das Angebot muss stimmen) und natürlich stelle ich mir Fragen über das Social distancing im Bus (Beispiel Linie 500).

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Gesundheit meiner Familie.

Welche Fehler entschuldigen Sie noch am ehesten?

Fehler, die aus vermeintlich positiven Aktionen entstehen.

Ihr größter Fehler?

Nicht wirklich Nein sagen zu können.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Gut und voller Optimismus.

Stoff- oder Einwegmaske?

Beides, Stoff draußen im Operationssaal, bei der Arbeit geprüfte Einwegmasken.

Netflix oder Fernsehen?

Beides, falls Zeit vorhanden.

Putin oder Trump?

Keiner von beiden Politikern!

Südkorea oder Nordkorea?

Ein vereinigtes Korea in der Zukunft!

Beatles oder Rolling Stones?

Beatles.

Bach oder Stockhausen?

Bach.

Wein oder Bier?

Beides, je nach Tageszeit und Stimmung!

Krimi oder Roman?

Krimi.

Fahrrad oder Auto?

Beides, je nach Ziel und Zeit!

Grün oder Blau?

Grün.

Nacht oder Tag?

Tag.

Süßes oder Saures?

Saures zum Schrecken meiner Frau.

Hund oder Katze?

Hund und Katze zu Hause.

Kennen Sie einen politischen Witz?

Ja, aber diesen wollen Sie sicher jetzt nicht lesen.