STRASSEN
JACQUELINE KIMMER

„Fondatioun Kriibskrank Kanner“ zu Transparenz gegenüber Spendern verpflichtet

Der Idealfall wäre, wenn es keine krebskranken Kinder mehr gäbe und die Arbeit der „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ überflüssig würde. Doch davon ist man zurzeit weit entfernt, wie gestern im Vorfeld des internationalen Tages gegen Krebs bei Kindern (15. Februar) zu erfahren war. Wie Claude Meiers, Präsident der „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ unterstrich, war im vergangenen Jahr leider eine Zunahme der Krebserkrankungen bei Kindern zu verzeichnen. Die „Fondatioun Kriibskrank Kanner“, die ohne staatliche Unterstützung funktioniert und sich einzig und allein aus Spenden finanziert, sei den Spendern gegenüber zu absoluter Transparenz verpflichtet, so Meiers weiter.

Das Detail der Aktivitäten der Stiftung im vergangenen Jahr präsentierte anschließend Anne Goeres, Direktorin der „Fondatioun Kriibskrank Kanner“. 2012 wurden 169 Familien mit mindestens einem krebskranken Kind oder einem Kind, das unter einer schweren seltenen Krankheit leidet, von der Stiftung betreut. Im vergangenen Jahr wurden 31 neue Fälle von der Stiftung registriert, und zwar 24 Krebsfälle und sieben Fälle einer schweren oder seltenen Krankheit. Darüber hinaus waren im vergangenen Jahr fünf Rückfälle und zehn Todesfälle von durch die Stiftung betreuter Kinder zu beklagen. Wie Anne Goerens unterstrich, hat die „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ für 2013 bereits sechs neue Fälle registriert.

Einige Zahlen

Die „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ kümmert sich bekanntlich um sämtliche Probleme, denen sich eine Familie mit einem krebskranken Kind gegenübersieht, damit sich die Familie ausschließlich um das kranke Kind kümmern kann. In diesem Zusammenhang nannte Anne Goerens gestern einige interessante Zahlen. So bezahlte die Stiftung im vergangenen Jahr u.a. über 2.400 Rechnungen (Krankenhaus-, Arzt- und Arzneikosten) von betroffenen Familien. 720 Mal intervenierte die „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ in Familien mit einem kranken Kind. 1.520 Stunden wurden im vergangenen Jahr aufgebracht für Besuche bei krebskranken Kindern zu Hause oder im Krankenhaus.

Während 1.250 Stunden wurden krebskranke Kinder im „Kannerhaus“ der Stiftung in Strassen (168, rue des Romains) betreut. Und weitere 1.040 Stunden waren im vergangenen Jahr individuellen Gesprächen mit Eltern von krebskranken Kindern gewidmet.

2012 feierte die „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ darüber hinaus die Wiedereröffnung (nach kompletter Instandsetzung) des „Maison Losch“ in Brüssel. In der zweiten Jahreshälfte 2012 wurden 464 Übernachtungen in diesem Elternhaus in der belgischen Hauptstadt notiert. Ferner wurden im vergangenen Jahr 93 Familien mit einem krebs- oder schwerkranken Kind in einer Komplementärkasse angemeldet. Mit dem „Maison Losch“ verfügt die Stiftung nun über sechs Doppel- und ein so genanntes Familienzimmer in Brüssel( in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus, wo zahlreiche Kinder aus Luxemburg behandelt werden). Die Schul- und Spielnachmittage wurden im vergangenen Jahr weiter ausgebaut und im „Kannerhaus“ wurde erstmals eine Musiktherapie für Kinder angeboten.

Für das laufende Jahr hat sich die „Fondatioun
Kriibskrank Kanner“ so manches vorgenommen. So soll die Ferienwohnung der Stiftung an der belgischen Küste instandgesetzt werden. Hierfür hat der Service Club „Table Ronde“ 33.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Großer Foto-Wettbewerb „Poldi on Tour“

Die von der Stiftung angebotenen „Ateliers éducatifs“ im „Kannerhaus“ in Strassen und die Musiktherapie sollen ausgebaut werden. Das Gleiche gilt für die Eltern-Zusammenkünfte. Auch will die „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ im laufenden Jahr ihr ökologisches Projekt „de Kannergaart“ endlich angehen. Dieses Vorhaben sieht den Anbau von Obst und Gemüse (mit pädagogischer Begleitung) in Strassen vor. Im laufenden Jahr werden die von der „Foundation Krebskranke Kadern“ betreuten Kinder an mehreren Ferienaufenthalten im Ausland teilnehmen, und zwar den „Voiles de l’Espoirs“ in Frankreich, am „Waldpiratencamp“ der Deutschen Krebshilfe sowie an der zwölften internationalen Woche für Kinder mit Leukämie in der Türkei.

Was nun die immer wichtiger werdende Sensibilisierung der Unternehmen und Privatpersonen betrifft, so wird ein „Gold ribbon“ zum Preis von fünf Euro angeboten. Unter dem Motto „Poldi on Tour“ soll ein großer Foto-Wettbewerb gestartet werden , bei dem drei Preise vergeben werden, und zwar: Für das Foto, das Poldi am weitesten weg von Luxemburg zeigt; für das originellste Foto mit Poldi sowie für das schönste Foto mit Poldi. Darüber hinaus soll ein Publikumspreis vergeben werden. Anne Goeres hoffte gestern, dass die Stiftung genügend Fotos erhalten werden, um eine Ausstellung organisieren zu können. Bei Poldi handelt es sich bekanntlich um das Maskottchen der „Fondatioun Kriibskrank Kanner“.
Spenden könne auf das BIL-Konto
LU17 0028 1408 4840 0000 überwiesen werden