LUXEMBURG
DR. CLAUDE BESENIUS

Als Informations- und Beratungszentrum ist das Centre ÄDDI·C auf die ambulante Behandlung von Suchterkrankungen spezialisiert. Wie dieses Angebot aussieht und an wen es sich richtet, erklärt Direktionsbeauftragte Claude Besenius.

„Seit langem wird über den Nationalen Alkoholplan gesprochen. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Plan umzusetzen. So kann man die Öffentlichkeit besser sensibilisieren und das Bewusstsein für alkoholbedingte Probleme weiter schärfen. Die Präventionsarbeit kann weiter verbessert werden, ebenso wie die Betreuung und Behandlung von Menschen die gerade dabei sind, eine mögliche Suchtproblematik zu entwickeln.

Hierbei kann das Centre ÄDDI∙C helfen. Seine Hauptaufgabe ist die ambulante Rehabilitation bei Alkohol-, Cannabis- oder Medikamentenabhängigkeiten. Auch nicht-substanzspezifisches Suchtverhalten, wie zum Beispiel Video- oder Glücksspiele, Internet- oder Kaufsucht, und so weiter kann hier behandelt werden.

Der Ansatz des Centre ÄDDI∙C, dem das Prinzip ,Vorbeugen ist besser als Heilen‘ zugrunde liegt, besteht darin, die Suchtproblematik frühzeitig anzugehen um somit einem potenziell lebenseinschränkenden Suchtverhalten rechtzeitig entgegenzuwirken. Probleme an der Wurzel packen, heißt jedoch nicht unbedingt die totale Abstinenz. Je nach Person kann das Ziel auch eine Reduzierung oder ein kontrollierter Konsum sein.

Unsere Absicht ist es also, mit den Menschen zu arbeiten, ehe ihr Konsum zu exzessiv wird. So kann man ein Suchtverhalten besser in den Griff bekommen bevor es sich zum ernsthaften Gesundheitsproblem entwickelt. Hierzu bietet das Centre ÄDDI∙C eine individuelle Betreuung. Das Angebot wird auf die sehr spezifischen Bedürfnisse und auf die jeweilige Situation jedes Einzelnen zugeschnitten. Viele Menschen haben ein risikoreiches oder problematisches Suchtverhalten, das aber nicht unbedingt eine stationäre Therapie erfordert, oder können aufgrund ihrer Arbeits- oder Familiensituation keine stationäre Therapie durchführen. Das Centre ÄDDI∙C bietet deswegen eine ambulante Intervention, die den Alltag der Betroffenen nicht unbedingt unterbricht.

Wird zum Beispiel der übermäßige Alkoholkonsum nicht rechtzeitig erkannt, führt es leider oft zum Verlust des Arbeitsplatzes, soziale Kontakte werden gebrochen und die Familiendynamik wird gesprengt. Wird das potenzielle Suchtverhalten jedoch frühzeitig erkannt und behandelt, bleiben die Betroffenen gut in der Gesellschaft integriert, sowohl beruflich als auch sozial und familiär.

Hier spielen die Hausärzte eine ganz wichtige Rolle. Oft sind sie die ersten Fachleute, die ein potenzielles Konsumproblem erkennen können. Deswegen ist es von entscheidender Bedeutung für uns im Centre ÄDDI∙C, die Zusammenarbeit und den Kontakt mit den Hausärzten zu verbessern. Je früher wir gemeinsam handeln, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich eine schwerwiegende Suchtproblematik bei den betroffenen Menschen erst gar nicht entwickelt.“

Weitere Infos: www.addic.lu