LUXEMBURG
JORGE ALMEIDA

„Star Wars Jedi: Fallen Order“: Der Krieg der Sterne kehrt zum Einzelspieler zurück

Star Wars Jedi: Fallen Order“ ist das brandneue Einzelspieler-Abenteuer zur legendären Filmreihe. Kurz nachdem die Mehrheit der Jedi ausgerottet und das Imperium gegründet wurde, spielt Ihr als Cal Kestis einen jungen Padawan, der sich vorm Imperium zu verstecken versucht. Als er schließlich entdeckt wird, macht er sich mit seinen Rettern auf die Flucht und versucht anschließend den Jedi-Orden wiederherzustellen.

Videospiel-Veteranen werden sofort erkennen, wo sich „Jedi: Fallen Order“ inspirieren lässt. Die meisten werden bei den Klettersequenzen sofort an „Uncharted“ denken müssen, wobei andere vom Kampfsystem stark an „Dark Souls“ erinnert werden. Die verschiedenen Planeten, die im Verlauf der Handlung durchquert werden, sind ziemlich gut entworfen und sehen großenteils auch gut aus.

Als Jedi benutzt man selbstverständlich auch die Macht. Sei es um Gegner oder Gegenstände zu verlangsamen oder um diese wegzustoßen. Sie ist für allerlei Situationen hilfreich. Das Spiel weiß einem das auch langsam beizubringen, denn im Laufe der Handlung werden immer mehr Fähigkeiten freigeschaltet, die dem Spieler, sogar auf Planeten, die schon zuvor besucht wurden, weiterhelfen. Darin liegt eigentlich eine der beiden Stärken des Spiels, die Erkundung ist dank der verschiedenen Fähigkeiten und des guten Level-Designs sehr spaßig.

Ausgiebige Erforschung belohnt das Spiel natürlich auch. Wer gut sucht, findet versteckte Gegenstände wie Lebensessenzen, die genau wie die Herzteile in den „The Legend of Zelda“-Spielen die Lebensleiste vergrößern, sobald drei davon gefunden wurden. Für die Machtleiste können solche Teile übrigens auch gefunden werden. Viel aufregender sind allerdings die Lichtschwertteile, die auf den Planeten verstreut sind. Dank ihnen ist es einem gestattet, sein persönliches Lichtschwert nach Herzenswunsch zu gestalten. Ein anderer gelungener Aspekt des Spiels ist das Kampfsystem. Wie schon erwähnt ist es sehr von „Dark Souls“ oder sogar „Sekiro: Shadows Die Twice“ inspiriert. Um zu überleben, muss man schlau an jede Situation rangehen. Das bedeutet, jede Art von Gegner zuerst analysieren und dessen Schwachstelle herausfinden, bevor man zuschlägt. Zwar kommt die Schwierigkeit des Spiels nicht an dessen Inspirationen ran, ziemlich schwer bleibt es aber trotzdem. Für Leute, die eine Herausforderung mögen, wäre dies an und für sich kein Problem. Bedauerlicherweise leidet das Spiel aber an einer Vielzahl an Problemen.

Ein tolles Erlebnis geplagt mit Problemen

Leider ist „Star Wars Jedi: Fallen Order“ nicht ganz so makellos, wie es sein könnte. Auf der PS4 zumindest rattert es an so manchen Stellen ziemlich viel und fühlt sich überhaupt nicht nach einem flüssigen Erlebnis an. Noch schlimmer aber sind die Ladezeiten, nachdem man im Spiel gestorben ist. Fast eine ganze Minute muss gewartet werden, bevor es zurück ins Gefecht gehen kann, ein absoluter Rhythmus-Zerstörer. Dazu kommen natürlich noch eine große Menge an Bugs und Glitches, die zwar nicht so schlimm sind, dass sie zu Abstürzen führen. Trotzdem ziehen sie den Spieler immer wieder aus der Immersion heraus.

Als Fazit kann man festhalten, dass „Star Wars Jedi: Fallen Order“ also die 60 Euro für Star Wars-Fans absolut Wert ist. Andere sollten vielleicht besser warten, bis die Unmengen an Problemen durch Patches behoben wurden.

Getestet auf PS4 Pro.