Der Glossenschreiber vom „Trierischen Volksfreund“ amüsiert sich über die Eiseimer-Begeisterung im Ländchen: „Selbst Luxemburg, das ja sonst immer so bescheiden und immun gegen jeden Blödsinn war, macht mit. Politiker, Sportler, Kulturschaffende sowie sonstige Promis und Ottonormal-Luxemburger machen sich mit einem Eimer Wasser zum Horst und finden das ganz toll“. In Deutschlands ältester Stadt ist man da längst weiter. „Eis essen statt Eisdusche“ heißt nun die Devise einer Aktion, bei der ein Eisdielen-Unternehmen den Erlös aus dem Verkauf der Süßspeise dem Kampf gegen ALS stiftet. Hinter der Kampagne „OB-Eis“ in CDU-Orange steckt übrigens keine geringere als Hiltrud Zock, die am kommenden 28. September den Oberbürgermeisterstuhl in der Moselmetropole kapern soll. Ob ihr Kampagnenveteran Jean-Claude Juncker dazu riet, den sie letzte Woche in Luxemburg besuchte? Der hat dieser Tage bei der Zusammensetzung seiner Kommission jedenfalls mächtig mit Eis und Feuer zu jonglieren. Die Nachrichtenagentur AFP zog gestern sogar folgenden Vergleich: „The EU is almost as in a thrall to historical rivalries and power struggles as the fantasy world of cult US television show ‚Game of Thrones‘“. Na hoffentlich geht es hinter den Kulissen etwas weniger blutrünstig zu. Und wir wissen nach all dem Hickhack noch, wie lange der Winter dauert.