LUXEMBURG
JEFF KARIER

Welche Leistungen und Dienste Senioren in Anspruch nehmen können

Wer im Alter in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, für den wird selbst der Einkauf im Supermarkt zu einer Herausforderung. Entsprechend sind solche Menschen auf Hilfe angewiesen. Diese kann unterschiedlich ausfallen. Unterschieden wird hierbei zwischen Mobilitätsmöglichkeiten mit und ohne Begleitung durch geschultes Personal. Dienste ohne Begleitung gibt es eine ganze Reihe und viele werden etwa von Gemeinden angeboten.

Zusätzlich zu diesen Angeboten können Senioren, die etwa gehbehindert sind, also auf einen Rollstuhl, Rollator oder andere Gehilfen angewiesen sind, an Demenz erkrankt sind oder andere kognitive Beeinträchtigungen haben, das spezifische Angebot des Transportministeriums  „Adapto“ in Anspruch nehmen. Dabei handelt es sich um ein „Angebot zur gelegentlichen Beförderung“ solcher Personen.

Da es allerdings Menschen gibt, die einer Einzelbetreuung beim Transport etwa zum Supermarkt sowie dem anschließenden Einkauf bedürfen, gibt es von den ambulanten Hilfs- und Pflegediensten (Services Aide et Soins) die entsprechenden Leistungen. Der Anspruch auf einen solchen betreuten Mobilitätsdienst ist seit der letzten Reform der Pflegeversicherung (Assurance Dépendance) neu geregelt. Denn nun können nur noch Personen, die eine „Garde en groupe“ oder „Garde individuelle“ zugesprochen bekamen, von dieser Dienstleistung profitieren. Personen ohne Pflegeversicherung können diese Dienstleistung bei den ambulanten Hilfs- und Pflegediensten entgeltlich in Anspruch nehmen. Senioren mit schwachen Einkommen können bis zu vier Stunden pro Woche zu einen Sozialpreis solche Dienste nutzen.

Weitere Informationen finden Sie beim Hilfs-und Pflegedienst in Ihrer Nähe oder auf der Internetadresse www.luxsenior.lu

Kostenübername durch die Pflegeversicherung

Autoumbau auf Antrag

Seit 2006 ist es möglich, dass Umbaumaßnahmen am Privatauto von Personen, deren Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, übernommen werden. Dazu muss zunächst ein Antrag bei der Pflegeversicherung gestellt werden. Ein Mitarbeiter der „Administration d’évaluation et de contrôle“ (AEC) der Pflegeversicherung prüft den Antrag. Hierbei findet auch eine Beratung für ein geeignetes Fahrzeug statt, falls das aktuelle nicht passt. Relevante Punkte sind: Zugänglichkeit des Fahrzeugs (zum Beispiel Öffnungsgrad der Türen), Sitzhöhe, Dachhöhe, Zugang zum Kofferraum sowie Größe des Innenraums. Im Allgemeinen werden nur die Kosten für den Umbau privat genutzter Fahrzeuge von der Pflegeversicherung übernommen.