DIFFERDANGE
DANIEL OLY

Ein Inkubator für Sozialunternehmen soll Gleichgesinnten den Start erleichtern

Mehr soziale Verantwortung - auch als Geschäftsmodell. Die „Societé d’Impact Sociétal“ (SIS) soll dies in den Vordergrund stellen. Am gestrigen Mittwoch wurde mit „6zero1“ die erste nach dem Gesetz des 12. Dezembers 2016 eingetragene SIS in den Lokalen des Startup-Zentrums 1535 in Differdingen eingeweiht. Dabei wurden sie auch von dem großherzoglichen Paar geehrt, deren Stiftung, die „Fondation du Grand-Duc et de la Grand-Duchesse“, mit verantwortlich für die Unterstützung bei der Gründung zeichnet.

Ein Inkubator für soziale Unternehmen

Die SIS „6zero1“ wurde mit der Absicht gegründet, eine Anlaufstelle für andere neue SIS zu sein. „6zero1“ versteht sich demnach als Inkubator für Sozialunternehmen in Luxemburg. Daher auch ihr tonangebendes Motto und ihr Leitspruch: „Eine SIS, um anderen SIS zu helfen“. Man verstehe sich konkret als einen wichtigen Partner für alle Sozialunternehmen und Startups, die sich jetzt im Anfang ihrer Entstehungsphase verstehen. Einer der Partner, die den Dienst nutzen, nannte die Fortbildung, die Unterstützung, das Networking und die Hilfe bei wichtigen Fragen als Hauptgründe für ihre Wahl, um auf „6zero1“ zu setzen.

Nicolas Schmit, Minister der Sozialwirtschaft, lobte das Engagement hinter dem neuen Start-Up: „Dieser Ort inspiriert - er ist nicht geschlossen. Das signalisiert Offenheit für neue Ideen und für Fortschritt“. In diesen neuen Lokalen ließen sich innovative neue Modelle kreieren, meinte der Minister. Schmit betonte auch, dass die Wirtschaft auch Sozialunternehmen als essentiellen Teil der Wirtschaftslandschaft braucht. „Das eröffnet ein völlig neues Kapitel in der Sozialen Wirtschaft unseres Landes“, meinte Schmit abschließend.

Die Großherzogin Maria Teresa betonte in ihrer Abschlussrede ihre Überzeugung, dass „das Social Business schon sehr bald seinen Einfluss, seine Effizienz unter Beweis stellen wird“. Sozialunternehmen haben Zukunft - aber: „Es braucht Geduld, Durchhaltevermögen und sehr viel Vertrauen“. Aber die harte Arbeit trage Früchte, die kaum wichtiger sein könnten. „Ein Ziel muss sein, dass insbesondere junge Unternehmer sich bewusst für eine SIS entscheiden können“, erklärte die Großherzogin.