LUXEMBURG
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B7, N7, N12, N6: Reihe parlamentarischer Fragen zu Verkehrsproblematiken

Im Mobilitäts- und Bautenministerium hat man kurz vor Ostern offensichtlich noch einmal mächtig Gas gegeben, um diverse parlamentarische Fragen bezüglich Verkehr und Straßeninfrastrukturen zu beantworten. So hatte der DP-Nordabgeordnete André Bauler bereits am 19. Februar wissen wollen, ob eine Verbreiterung der Umgehungsbrücken im Rahmen der Reamenagierung der B7 zwischen Schieren und „Fridhaff“ zugunsten eines besseren Verkehrsflusses angedacht und möglich sei. Das „avant-projet de loi détaillé“ der Zweimal-Zwei-Spuren-Verbreiterung der B7 zwischen Schieren und Ettelbrück liegt seit dem 10. März vor. Es beinhaltet zwar den Bau einer neuen Brücke neben dem Schierener „Viaduc“, eine Verbreitung des Ingeldorfer „Viaduc“ sei allerdings nicht vorgesehen, so der zuständige Minister François Bausch (déi gréng).

Die Römervilla und die B7

Um den Einfluss der Ausgrabungen am Standort der Römervilla direkt neben der B7 auf die Amenagierungsarbeiten dreht sich dann eine Frage der Grünen-Deputierten Stéphanie Empain, die unterstreicht, dass der archäologische Befund mittlerweile von einer weit größeren Anlage ausgeht, als bislang vermutet. Laut Minister François Bausch haben die Grabungen keinen Einfluss auf die Verbreiterung der B7, die Erhaltung des Villa-Standorts sei bereits in der Planung berücksichtigt worden.

André Bauler hakt in einer weiteren Frage nach, wie es mit zusätzlichen Parkplätzen auf „Schinker“ in der Gemeinde Parc Hosingen aussieht zwecks Förderung von Fahrgemeinschaften. Dem Minister zufolge herrscht kein Bedarf für den Ausbau der jetzigen 30 Stellplätze, sei das Verkehrsaufkommen auf der N7 doch kaum gestiegen. Die Zähler in Dickt und in Hosingen registrieren im Durchschnitt um die 12.000 Fahrbewegungen pro Tag in die beiden Richtungen.

Leitplanken an der N12

Den adr-Nordabgeordneten Jeff Engelen beschäftigen dann die immer wieder vorkommenden schweren Verkehrsunfälle auf der N12 zwischen Wiltz und Ulflingen. Seit 2012 ließen auf der Strecke bei insgesamt 26 Unfällen - davon 13 Zusammenstöße mit einem Baum - vier Menschen ihr Leben und 26 wurden schwer verletzt.

Ob es denn nicht angebracht wäre, so viele Leitplanken wie möglich an der Strecke anzubringen, fragt Engelen? Die Straßenbauverwaltung sei im ganzen Land dabei, weitere Strecken mit Leitplanken zu versehen, allerdings müsse genügend Platz dafür vorhanden sein. Grundsätzlich analysiere die Arbeitsgruppe „Audits de Sécurité“ jeden schwereren Unfall um durch eventuelle bauliche Maßnahmen die Sicherheit an der Unfallstelle zu verbessern. Die Anbringung von Leitplanken gehe aber immer auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Radfahrer, bemerkt Bausch abschließend. Es gelte so stets, Ziele und Einschränkungen abzuwägen.

Stauvermeidung im „Tossebierg“

Den Mamer „député-maire“ Gilles Roth (CSV) plagt indes der Verkehr auf der N6, genauer gesagt die (in Normalzeiten) täglichen Staus im „Tossebierg“ zwischen Mamer und Bartringen, die seiner Auffassung zufolge durch eine wenig glückliche Ampelprogrammierung an der Kreuzung Wasserturm/Belle Etoile begünstigt werden. Dabei habe Minister Bausch bereits 2016 versprochen, dass hier etwas passieren würde und die N6 verkehrsoptimiert werden sollte. Selbst wenn man die Ampelschaltzeiten ändern würde, erklärt der Bautenminister, würden Staus nicht vermieden. Denn in Stoßzeiten werden rund 2.500 Fahrzeuge pro Stunde an der genannten Kreuzung gezählt, davon 1.130 aus Richtung Mamer. Und das Aufkommen steige jährlich um zwei Prozent. Ein Ausschreibungsprojekt zur Ampeloptimierung sei aber nun quasi abgeschlossen. Das habe gedauert, weil ein technisches und ein tiefbautechnisches Projekt haben koordiniert werden müssen, die von verschiedenen Mannschaften ausgearbeitet wurden