CLAUDE KARGER

Mokierte sich das Online-„Wort“ gestern etwa ein Fünkchen über die Regierungsklausur auf dem Escher „Gaalgebierg“? In der Presserevue mit dem Titel „Ziegen füttern“ erinnert es daran, dass sich die Escher seit jeher gerne im schönen „Gaalgebierg“-Grün entspannen. „Zum Abschluss ging es dann immer zum Ziegenfüttern ins Gehege“. Was Wunder also, dass sich die Regierung dort zum Volldampf-Brainstorming treffe. Pfff. Na, hoffentlich blieb den Ministern noch ein wenig Zeit für die Ziegen-Übung, die ungemein beruhigen soll. Ob sie auch Teil von Claude Wiselers Therapie war, nachdem die CSV Oppositionspartei wurde, den „inneren Frieden“ wieder zu finden, wie der „Télécran“ gestern schrieb? Auf jeden Fall war der mächtige Fraktionschef beim Interview richtig „Zen“ - „wir haben Zeit, wir müssen nichts überstürzen“, meinte er zum „Kreativitätsschub“, den seine Partei benötige. Gute Umfrageresultate, gute Sitzpolster - „es ist das schönste Büro, das ich bislang hatte“ - könnten dazu bei getragen haben, mit Sicherheit auch das Abdampfen einiger Alphatiere, denen man „nicht ewig nachweinen“ könne. Ob der Mann „der Mitte“ allerdings bei den Wahlen 2018 das CSV-Zugpferd wird, oder das gar will, darauf lässt er sich nicht festnageln. Normal: Bis es soweit ist, wird es noch mächtig Gemecker geben. Und Ziegen, die gefüttert werden wollen.