CLAUDE KARGER

Harte Kante gegenüber dem Donald: „Ein Schmusekurs im Umgang mit einer Raubkatze ist fehl am Platz“, meinte gestern der sich mit allerlei Politviechern auskennende „Wort“-Leitartikler, der aus Europa deutliche Worte gegen Menschenrechtsverletzungen fordert, die der selbstausgelobte größte US-Präsident aller Zeiten unter Einfluss von „Trumps Riefenstahl“ - wie das „T“ gestern schrieb - so betreibt. Wobei hier die Rede von Trump-Flüsterer Stephen Bannon geht, des „fieberträumenden Establishment-Hassers“, der sich selbst mal als Leninist mit Hang zur Staatszerstörung bezeichnete. „Trump ist das Resultat der inneren Widersprüche des US-amerikanischen Kapitalismus“, meint derweil der „T“-Editorialist, „und diese Widersprüche müssen sich jene Länder, die auch weiterhin Geschäfte mit den USA treiben wollen (und wer wollte das nicht?), zunutze machen, um auch innerhalb der Republikanischen Partei den Widerstand gegen Trumps Voodoo-Economics zu stärken.“ Hm, ist Voodoo nicht so ein düsterer Zauber mit Puppen-Pieksen und so? Gruselig. Aber, „wer heute über Trump zetert, sollte sich zu allererst auch Fragen über sich selbst und über sein eigenes Politikverständnis stellen“, meint ein „Télécran“-Autor in seiner mit „Einen Luxemburger Trump darf es nie geben“ überschriebenen Durchsage. Wie wahr.