LUXEMBURG
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Am 18. November wird der Europäische Antibiotika-Tag begangen

Der Europäische Antibiotika-Tag, eine Initiative zur Förderung der öffentlichen Gesundheit, findet alljährlich am 18. November statt. Er soll das Bewusstsein für die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch Antibiotikaresistenzen schärfen und über die umsichtige Anwendung von Antibiotika informieren. Neueste Studien belegen, dass sich immer mehr Patienten mit antibiotikaresistenten Bakterien infizieren und Antibiotikaresistenzen eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche Gesundheit darstellen. Der umsichtige Einsatz von Antibiotika kann dazu beitragen, dass resistente Bakterien eingedämmt werden und Antibiotika auch zukünftig wirksam bleiben.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat 2008 beschlossen, den Europäischen Antibiotika-Tag am 18. November als Plattform für die Unterstützung nationaler Kampagnen in der gesamten Region ins Leben zu rufen.

Der Auftrag des ECDC lautet, die Risiken übertragbarer Krankheiten für Unionsbürger zu erkennen, zu beurteilen und darauf aufmerksam zu machen; hierzu gehört auch der Bereich der antimikrobiellen Resistenz. Der Umgang mit diesen Risiken sowie mit den Faktoren, die zur Kontrolle übertragbarer Krankheiten beitragen, fällt in die Zuständigkeit jedes einzelnen EU-Mitgliedstaats. Der Europäische Antibiotika-Tag ist ein Partner der Welt-Antibiotika-Woche.

Mit luxemburgischer Beteiligung

Luxemburg beteiligt sich aktiv am Europäischen Antibiotika-Tag und hat in diesem Jahr eine Kampagne zum Thema „Antibiotika - Zeit, Alarm zu schlagen“ gestartet, um auf die unangemessene Verwendung von Antibiotika bei Mensch und Tier hinzuweisen, die zur Bildung von multiresistenten Bakterien führt. So wird in der Broschüre darauf hingewiesen, dass Antibiotika „zahlreiche schwere Infektionskrankheiten, wie Lungenentzündungen und Wundinfektionen, die durch Bakterien ausgelöst werden“, heilen.

Allerdings bringt die unangemessene Verwendung von Antibiotika „die Entwicklung neuer multiresistenter Bakterien mit sich, gegen die zuvor wirksame Antibiotika nicht mehr wirksam sind“ mit sich. „Wenn das Phänomen der Antibiotikaresistenz weiter zunimmt, wird es in Zukunft zusehends schwieriger, schwere bakterielle Infektionen zu behandeln“ heißt es weiter. Und eine erschreckende Zahl wird angeführt: „Derzeit sterben in der EU jedes Jahr mehr als 25.000 Menschen wegen multiresistenter Bakterien, gegen die Antibiotika wirkungslos geworden sind“.

In einer Mittelung zum Europäischen Antibiotika-Tag weist das Gesundheitsministerium darauf hin, dass Antibiotika gegen Schnupfen und Grippe absolut nichts helfen, denn „Antibiotika sind Arzneimittel, die zur Behandlung von bakteriellen Infektionen eingesetzt werden“. Antibiotika wirken nur gegen Infektionen, die durch Bakterien verursacht werden, wie zum Beispiel bestimmte Lungenentzündungen, Blasenentzündungen oder Entzündungen der Haut. Eine Erkältung wird durch Viren verursacht und auch die Grippe wird durch Viren ausgelöst. Antibiotika sind dann nicht nur nutzlos, die unsachgemäße Anwendung kann dazu beitragen, dass Bakterien gegen Antibiotika resistent werden. Antibiotika sollte also nur dann eingenommen werden, wenn sie vom Arzt aufgrund einer bakteriellen Infektion verschrieben werden.

Erste Veranstaltung des „Plan national antibiotique“

Am Mittwoch, dem 5. Dezember 2018 von 17.30 bis 20.30 wird der „Plan national antibiotique“ seine erste Informationsversammlung „La résistance aux antibiotiques, nous avons tous un rôle à jouer!“ in „Neimënster“ im Stadtgrund abgehalten. Die Veranstaltung richtet sich an Gesundheitsberufler. Um Anmeldung wird bis zum 28. November gebeten unter der Adresse direction-santes@ms.etat.lu .