LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

Bildungsministerin stellt auf ihrer letzten „Rentrée“-Pressekonferenz die großen Dossiers vor

Es war die letzte „Rentrée“-Pressekonferenz für Bildungsministerin Mady Delvaux-Stehres, die im Herbst nicht mehr kandidieren wird, nicht aber ihre letzte Wortmeldung in Sachen Schulreform. Unter dem Motto „Fërderen, Fuerderen, Virukommen“ zog die Ministerin gestern Bilanz des bisherigen Schulreform und gab einen Ausblick auf die noch anstehenden Baustellen der kommenden Monate, die ihrem Nachfolger das Terrain ebnen sollen.

Sekundarschulreform: Es bleibt viel zu tun

Eine diese Baustellen betrifft den „plan de réussite scolaire“ an den Grundschulen, die landesweit an der Ausarbeitung eines solchen Schulentwicklungsplans arbeiten, der Stärken und Schwächen festhält und nächstes Jahr zum Tragen kommen soll. Eine andere Baustelle ist die der „bilans intermédiaires“.

Nach der Studie der Universität Luxemburg vom vergangenen Juli wird sich die Ministerin im Oktober mit verschiedenen Partnern an einen Tisch setzen, um die notwendigen Anpassungen zu definieren. Insgesamt kam es bei den Reformarbeiten bisher zu über 150 Zusammentreffen zwischen Ministerium, Direktoren, Gewerkschaften oder Elternvereinigungen.

Was die Reform im „Secondaire“ betrifft, wird derzeit auf die Gutachten auf das vorgelegte Gesetzesprojekt, unter anderem des Staatsrats, gewartet. In diesem Jahr kommen die ersten Grundschüler der Reform in den „postprimaire“.

Nicht zufrieden ist die Ministerin indessen mit den „Projets intégrés“ in der Berufsausbildung. Mit einer Erfolgsquote von 59%, die darüber hinaus zwischen 7% und 100% variieren kann, bestehe Nachbesserungsbedarf. Die DAP- und DT- Schüler sollen deshalb künftig besser auf die Abschlussarbeiten vorbereitet werden. In der Informatik wird dahingehend dieses Jahr ein Pilotprojekt lanciert. Im vergangenen Jahr haben die ersten Schüler ihre dreijährige Berufsausbildung, an der nicht mit Kritik gespart werde, zum Abschluss gebracht.

Die 116 Schüler, die mit ihrer erstem „projet intégré“ nicht überzeugen konnten, werden im Winter noch einmal antreten. 29 Schüler haben indessen ihr CCP erhalten. Positives verzeichnet Delvaux-Stehres bei Kindern mit besonderen erzieherischen Bedürfnissen. Beispielsweise ging die Anzahl der Kinder mit Behinderung, die eine ausländische Schule aufsuchten, zurück. Die „Ecole de la 2e Chance“ startet dieses Jahr mit einem erweiterten Lehrangebot für rund 200 Schüler.Mehr Seite 10