NIEDERKERSCHEN
GASTON FREYMANN

Wasserturm und neue Gemeindewerkstätte „op Zaemer“ eingeweiht

Vom zweiten teuersten Projekt, das jemals in der Gemeinde verwirklicht wurde, sprach député-maire Michel Wolter am Donnerstagnachmittag bei seiner Begrüßung anlässlich der Einweihung des neuen Wasserturms und der neuen Gemeindeateliers. Bereits in den 1990 ziger Jahren sei über beide Infrastrukturen nachgedacht worden. Es war gewusst, dass ein zweites Wasserschloss unabdingbar sei, um die Wasserversorgung in den drei Ortschaften der damaligen Gemeinde zu garantieren, so Wolter.

Über einen längeren Zeitraum funktionierten die Gemeindeateliers in den früheren Garagen des Busunternehmens Sales-Lentz im Ortszentrum. Diese erwiesen sich nach einer gewissen Zeit als überaltert und die Betriebe zogen 2012 in eine gemietete Halle, einige Hundert Meter von jetzigen Standort entfernt, um. Sollten anfangs zwei getrennte Projekte verwirklicht werden, so inspirierte sich der Schöffenrat an der Gemeinde Leudelingen und wo Wasserturm und Ateliers in einem Konzept vereinigt wurden. Ein Areal von 62 Ares, neben dem Oekozenter, das Eigentum der Gemeinde war, erwies sich für die Konstruktion als bestens geeignet.

33 Monate Bauzeit

Das gesamte Projekt, das sich laut Kostenvoranschlag auf 14,6 Millionen Euro beläuft (9,6 Millionen für die Werkstätten und fünf Millionen für den Wasserturm) wurde einstimmig vom Gemeinderat am 13.Mai 2011 bewilligt. Die Bauarbeiten dauerten von März 2012 bis November 2014. Bei der Fusion der Gemeinden Niederkerschen und Küntzig führte dieses Projekt die Liste der Vereinbarungen an. Neben der gewöhnlichen staatlichen Beihilfe, die sich auf 2,21 Millionen Euro chiffriert, wurde das Projekt im Rahmen der Gemeindefusion mit zusätzlichen 6,3 Millionen bezuschusst, so dass schlussendlich 5,2 Millionen aus der Gemeindekasse beglichen werden müssen.

Bei der Konstruktion sei besonders auf Nachhaltigkeit geachtet worden, wie beispielsweise die Fotovoltaikanlage auf dem Dach, so Wolter, der auf hinwies, dass mit einer Höhe von 44,4 Meter, der Wasserturm als der dritthöchste der 562 auf Landesebene gilt. Wichtig ist dabei, dass er auf derselben Höhe steht wieder erste Wasserturm gelegen im Ort genannt „Am Schack“.

Nur möglich dank der Fusion

Von einer Investition, die die Gemeindekasse zwar über eine gewisse Zeit belasten wird, aber von dem auch die kommenden Generationen profitieren können, sprach Innenminister Dan Kersch. Ein gut durchdachtes Projekt, das allerdings nur verwirklicht werden konnte, dank der Gemeindefusion, die mit immerhin 23,45 Millionen Euro bezuschusst wurde.

Dass sich die einstige Gemeinde Niederkerschen dem Bauprojekt das in Leudelingen entstand, anregte, sollte so Dan Kersch, Vorbildcharakter für andere Gemeinden haben. Es sei vor allem wichtig, bei der Planung im Rahmen von Gemeindefusionen Prioritäten zu setzen, was hier erfolgreich umgesetzt wurde.