LUXEMBURG
LJ

Regierungsrat gibt grünes Licht für zusätzlichen Urlaubstag und Feiertag

Ein zusätzlicher gesetzlicher Urlaubstag und der 9. Mai als offizieller Feiertag: Der Ministerrat hat in seiner gestrigen Sitzung die Gesetzesvorlagen angenommen, durch die dieses Regierungsversprechen in die Tat umgesetzt wird.

Uneinheitliche Kollektivverträge

Während alle Arbeitnehmer in Zukunft, voraussichtlich bereits in diesem Jahr, vom freien Europatag profitieren werden können, kommt der zusätzliche gesetzliche Feiertag zunächst nur denjenigen entgegen, die heute über das Minimum an Urlaubstagen (25) verfügen.

Arbeits- und Beschäftigungsminister Dan Kersch (LSAP) hofft, dass das Vorhaben möglichst schnell umgesetzt werden kann. Allerdings könnten sich dabei noch einige juristische Fragen ergeben.

Wie RTL Radio gestern berichtete, sind etwa die Formulierungen zu den Urlaubstagen in Kollektivverträgen nicht einheitlich, sodass manche Arbeitnehmer in den Genuss eines zusätzlichen Urlaubstags kämen, andere wiederum nicht.

Feiertag mit symbolischem Charakter

LSAP-Parteipräsident Claude Haagen betonte in einer Pressemitteilung den symbolischen Charakter des zusätzlichen Feiertags mit Blick auf die Europawahlen. „Luxemburg ist Vorreiter in der EU und wird das erste Land sein, das den Europatag am 9. Mai als nationalen Feiertag einführt“.

Der Regierungsrat hat gestern ebenfalls festgehalten, dass Pierre Barthelmé für weitere sieben Jahre dem Konkurrenzrat vorsitzen soll. Der frühere Beamte im Mittelstandsministerium wurde zum ersten Mal am 1. November 2018 auf diesen Posten genannt.

In der kommenden Woche wird indes noch so mancher Minister im Parlament erwartet, um weitere Auskünfte über die Regierungsvorhaben in einzelnen Ressorts zu geben, dies unter anderem in den Berichen Entwicklungszusammenarbeit, Gesundheit, Familie und Integration, Energie und Kultur.