CLAUDE KARGER

So, genug winterpausiert, ab heute startet das politische Geschäft wieder durch mit allerlei Neujahrsempfängen. „Die Zeit der Vorsätze und Versprechen“, nannte das am Samstag der „Wort“-Politchef. Den Anfang macht heute Morgen der „Chamber“-Betrieb, dessen Boss bekanntlich fast täglich über die beherzte Umsetzung seiner guten Vorsätze auf Facebook dokumentiert. Der Ex-Gesundheitsminister schwimmt und spinnt („Velofueren op der Plaaz“) nämlich, was das Zeug hält und wird sicher auch die Fitness der Deputierten-Kollegen und vor allem seines Stamms der Sozialistenmenschen im Auge behalten. Schliesslich sind bald Gemeindewahlen und der dazu gehörige „Dëppefest“-Marathon erfordert reichlich Kondition. Der „Wort“-Leitartikler meint gar, das Rennen werde „zur Belastung für Blau-Rot-Grün“, wobei „allerdings auch das Selbstverständnis der CSV, als unumgänglicher politischer Platzhirsch, im Oktober einen Dämpfer riskiert“. Auch meint der Chefschreiber der Erzbistumszeitung, dass bei den Koalitionspartnern eine „gewisse Abkühlung seit den Tagen der jungen Liebe im Herbst 2013 unverkennbar“ sei. Je länger die gemeinsame Regierungszeit, desto grösser würden die Unstimmigkeiten zwischen den Partnern. Hm. Ähnliches behauptet auch stets die grösste Oppositionspartei. Vielleicht um von den wachsenden Unstimmigkeiten zwischen ihren Flügeln abzulenken?