LUXEMBURG
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Einbruchszeit: Hilfreiche Präventionstipps der Polizei

Urlaubszeit ist Einbruchszeit, heißt ein bekannter Ausspruch. Besonders die Abwesenheit der Hausbewohner im Urlaub bietet Einbrechern eine günstige Gelegenheit. Zwar finden Einbrüche nicht nur dann statt, wenn man im Urlaub ist, allerdings ist es gerade dann besonders einfach für Einbrecher. Deshalb ist es wichtig, dass man Zeichen vermeidet, die darauf hindeuten, dass eine Wohnung oder ein Haus aktuell nicht bewohnt sind.

Denn primär sind immer noch private Wohnungen und Einfamilienhäuser die auserkorenen Objekte der Täter, was auch die „Section Prévention du Crime“ der Polizei betont. Die Vorstellung von Verbrechern, die in das eigene Zuhause eindringen und den gesamten Hausrat zerwühlen, löst Besorgnis und Unbehagen aus. Um wirksam gegen die Täter vorgehen zu können, versucht die Polizei natürlich, die Täter zu ermitteln und bestenfalls auf frischer Tat oder unmittelbar nach der Tat zu ergreifen.

„Dabei sind wir auch auf Mithilfe der Bevölkerung angewiesen“, sagen die zuständigen Beamten und sprechen den Punkt „Wachsamer Nachbar“ an. „Von Wichtigkeit für uns sind daher Beobachtungen der Anwohner über auffällige Personen oder Fahrzeuge, welche in der Nachbarschaft gesehen wurden.“ Dabei könnte es sich um eventuelle Vorbereitungsmaßnahmen handeln wie zum Beispiel scheinbar planloses Abfahren der Wohngegend oder Beobachten eines Hauses, sind zum Beispiel Alarmanlagen sichtbar oder nicht, sieht ein Haus bewohnt aus. „Entsprechende Feststellungen sollten unbedingt und sofort der Polizei über den Notruf 113 gemeldet werden, damit diese noch vor Ort einschreiten kann.“ So weisen die Beamten auch auf die Möglichkeit hin, dass man in der Urlaubszeit seine Reise der Polizei melden kann. „Dann können wir ab und an nach dem Rechten schauen.“

Tipps für den Einbruchschutz

Sind Rollläden die ganze Zeit runtergelassen? Am einfachsten kann das Hoch- und Herunterfahren der Rollläden durch eine automatische Zeitschaltuhr eingestellt werden. Ansonsten fragt man seinen Nachbarn.

Hat man den Nachbarn informiert? Der aufmerksame Blick des Nachbarn kann Gold wert sein, wenn man in den Urlaub fährt. Deshalb ist es sehr empfehlenswert, Nachbarn über die Urlaubspläne zu informieren.

Sind Fenster und Türen allesamt abgeschlossen? Alle Fenster und Türen sollten verriegelt sein, bevor man in den Urlaub fährt. Das ist eigentlich selbstverständlich, aber wenn man es eilig hat, kann man es durchaus mal vergessen.

Hat man den Fußabtreter verstaut? Besonders bei Wohnungen in größeren Mietshäusern ist dieser Tipp relevant. Den Fußabtreter sollte man vor Antritt in den Urlaub in der Wohnung verstauen, denn der Reinigungsdienst könnte die Fußmatte gegen die Tür lehnen, wenn er den Hausflur sauber macht. Wenn der Abtreter dann die ganze Urlaubszeit an der Tür anlehnt, ist das ein eindeutiges Zeichen für die Abwesenheit.

Anrufbeantworter ausschalten: Am besten schaltet man den Anrufbeantworter aus, denn Einbrecher machen gerne mal Kontrollanrufe, um zu testen, ob jemand zu Hause ist oder nicht.

Briefkasten regelmäßig leeren: Der Briefkasten sollte nicht überquellen, denn nichts deutet mehr auf eine längere Abwesenheit hin!

Eine persönliche Beratung im eigenen Zuhause sowie eine Besichtigung der Ausstellung zum Thema „Technischer Einbruchsschutz“ im Gebäude der Cité Policière Grand-Duc Henri in Luxemburg-Kalchesbréck können bei der „Section Prévention du Crime“ unter (+352) 244-24-4033 oder prevention@police.etat.lu vereinbart werden; weitere Informationen hält jede Polizeidienststelle bereit oder sind auf der Internetseite der Polizei www.police.lu zu finden