LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

Zum zweiten Mal werden am 1. Juni die „Luxembourg Design Awards“ verliehen

Mit Design bringen die meisten Menschen nicht selten eine kostspielige Angelegenheit in Verbindung, man denkt an Designerkleidung, an Designermöbel und so weiter. Streng genommen ist Design jedoch kein Attribut, das ein bestimmtes Produkt verdient und ein anderes nicht, sondern spielt vielmehr auf den umfassenden Gestaltungsprozess an. Heute gibt es zahlreiche unterschiedliche Berufsbilder in diesem Sektor, die oft noch zu wenig bekannt sind. Diesen Umstand zu ändern, hat sich die professionelle Vereinigung „Design Luxembourg“ seit ihrer Gründung im Jahr 1995 zum Ziel gesetzt.

Vielfalt im Designbereich

Mehr als 60 Unternehmen und Freischaffende vereint die Vereinigung, die sich als Dachverband versteht, inzwischen: Grafik-, Foto-, Produkt-, Web-, Mode- und Text-Designer, um nur einige zu nennen. Die Aktivitätsvielfalt ist im Designbereich groß. Um für mehr Sichtbarkeit dieser aufblühenden Branche zu sorgen, hat die Vereinigung 2015 erstmals die Verleihung der „Luxembourg Design Awards“ organisiert, die seither im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindet. Die zweite Auflage unter der Schirmherrschaft vom Kultur- und vom Wirtschaftsministerium steht demnach in diesem Jahr an. Gestern wurden die Details bekanntgegeben. Die Einschreibungen laufen indes bereits seit dem 1. Februar.

„Über die ,Luxembourg Design Awards‘ bieten wir den Professionellen aus dem Bereich des Designs eine Vitrine, um die ganze Bandbreite ihrer innovativen Tätigkeiten in den Fokus zu rücken. Der Wettbewerb dient als Plattform, um die besten Gestalter zu fördern und zu ehren. Gleichzeitig wollen wir verdeutlichen, inwiefern Design als Synonym für Innovation und Kreativität sowie als wichtiger wirtschaftlicher Faktor zu sehen ist“, erklärte Fränk Weber, Präsident von „Design Luxembourg“.

194 Kandidaturen waren 2015 eingereicht worden, 65 Nominierte wurden von einer Jury in zwölf Kategorien zurückbehalten, und am Ende wurden 30 Laureaten mit Preisen ausgezeichnet. Neunmal gab es Gold und zehnmal Silber. Fast 300 Personen hatten die Preiszeremonie im Kulturzentrum „Neimënster“ besucht. Für die zweite Auflage können Interessierte bis zum 31. März in nunmehr 13 Kategorien ihr Dossier einreichen: „Corporate design“, „Print design“, „Editorial design“, „Information design“, „Photo design“, „Illustration“, „Digital design“, „Motion design“, „Product design“, „Packaging design“, „Space design“, „Design management“ und „Juniors talents“. Alle Details zu den unterschiedlichen Sparten sind auf der Webseite der Vereinigung einsehbar.

Auszeichnungen für Qualität

Eine siebenköpfige Jury, die sich aus internationalen und nationalen Experten zusammensetzt, wird ab dem 7. April über die verschiedenen Kandidaturen befinden. Das Hauptkriterium bei der Auswahl wird laut Organisatoren die Vortrefflichkeit des Designs sein. „Bei der ersten Ausgabe haben wir nicht in jeder Kategorie die höchste Auszeichnung vergeben. Die Jury ist ziemlich strikt und streng. Es geht um die Qualität, die Preise werden nicht einfach nur so verteilt, um sie zu verteilen“, bemerkte Jan Glas, Geschäftsführer von „Design Luxembourg “.

Am 1. Juni findet die Preisüberreichung in der Abtei Neumünster statt. Als Gastredner zum Thema „Why beauty matters“ wurde der renommierte Grafikdesigner Stefan Sagmeister eingeladen.


Infos unter www.designluxembourg.lu