LUXEMBURG
SVEN WOHL UND PATRICK WELTER

Ausflüge zu den östlichen Nachbarn

Nach dem die Panik in Deutschland rund um die luxemburgischen Covid-Zahlen wieder abgeklungen ist, kann man in diesem „Naherholungs-Sommer“ nun auch wieder Ausflüge in Richtung Osten machen. Die Ziele auf der nebenstehenden Seite liegen mal direkt vor der Haustür oder sind maximal anderthalb Autostunden (Laacher See) entfernt.

Die für diese beiden Seiten verantwortlichen Redakteure haben jeweils ein Lieblingsziel näher beschrieben:

Foto: Eifelpark - Lëtzebuerger Journal
Foto: Eifelpark

Wilde Abenteuer - Weshalb sich ein Besuch im Eifelpark auch in Zeiten der Pandemie lohnt
Mit der Pandemie ist der Bedarf nach Ablenkung gestiegen. Ferienparks können hier eine gute Möglichkeit für Groß und Klein darstellen. Dank zahlreicher Maßnahmen kann der Eifelpark in Gondorf überzeugen. Hier wurden keine Mühen gescheut, um für die Sicherheit der Gäste zu sorgen.

Zum einen finden sich überall im Park verteilt Spender für Desinfektionsmittel und Händewaschsstationen. Zum anderen bietet der Vergnügungspark unglaublich viel Platz. Die Besucher kommen einander kaum in die Quere. Deshalb gilt die Maskenpflicht nur in den Warteschlangen bei den Attraktionen. Auch wenn die Gäste mittlerweile wieder vor Ort ihre Tickets kaufen können, ist es weiter empfehlenswert, diese Online vorzubestellen. Damit klappt es beim Einlass reibungslos.

Lëtzebuerger Journal

Der Park wartet dieses Jahr mit neuen Attraktionen auf. „Graviator“ und „Jules Verne Tower“ lassen einen auf 80 Meter Höhe steigen. Die Familien-Alternative „Krähennest“ kommt immerhin noch auf 14 Meter. Der Klassiker Breakdance ist ebenfalls diese Saison hier zu finden. Wer sich weniger für Fahrgeschäfte interessiert, dafür aber mehr für unsere pelzigen und gefiederten Freunde übrig hat, ist wie immer gut im Eifelpark versorgt: Bären, Wölfe, Füchse, Alpakas, Ziegen und Erdmännchen sollten vor allem Kinderaugen zum Glänzen bringen. Es werden moderierte Tierfütterungen und eine Greifvogel Flugschau angeboten. Natürlich kann beim Wildfutterautomaten auch entsprechend eindecken, um die Tiere selbst zu füttern.

Mehrere Spielplätze warten ebenfalls auf die Kleinen. Auch wenn wegen der Pandemie der Wasserspielplatz geschlossen ist, sollte sich hier für jeden etwas finden lassen. Selbst ein Kleinkinderspielplatz ist zu finden, womit auch für die Jüngsten etwas dabei ist. Das Rutschenparadies ist ebenfalls immer noch zu finden – und auch weiterhin absolut empfehlenswert.

Lëtzebuerger Journal

Baumwipfelpfad – Tolle Aussichten in trüben Zeiten

Seit Sommer 2016 gibt es ihn, den Baumwipfelpfad an der Cloef in Orscholz. Wie bei allen innovativen Projekten hatte es zunächst Streit gegeben, aber der Erfolg gibt den Machern Recht. Das aufwändige Holzbauwerk hoch über der Saarscheife ist ein echter Besuchermagnet geworden.

Was ist ein Baumwipfelpfad? Das was der Name sagt: Ein Pfad, der an den Wipfeln der Bäume vorbeiführt. Damit das möglich wird, ist der „Pfad“ in Wahrheit eine lange Brücke. In Orscholz ist es eine Konstruktion, die weitgehend aus Holz besteht und in bis zu 20 Metern Höhe auf etwa einem Kilometer Länge an den Baumkronen vorbeiführt. Ganz am Ende, am Scheitelpunkt der Saarschleife wartet dann ein 42 Meter hoher Aussichtsturm. Von hier aus kann der Blick ganz weit über Saartal, Saargau, Lothringen und Hunsrück schweifen. Der Turm, der vom Tal aus wie ein riesiger Zylinder erscheint, steht in Wahrheit nur auf einem schmalen Fundament in Form eines Halbmondes. Dadurch ist der Flächen- und Waldverbrauch der Konstruktion vergleichsweise gering.

Der eigentliche Clou von Pfad und Turm liegt aber in der absoluten Barrierefreiheit. Im Turm führen keine Treppen, sondern Rampen nach oben. Auf dem gesamten Pfad beträgt die stärkste Steigung sechs Prozent, dazwischen gibt es immer wieder flache Ruhebereiche. Der Baumwipfelpfad ist damit für Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren geeignet – Rollerskates sind allerdings verboten.

Auf der Gesamtstrecke des Baumwipfelpfads gibt es einige Stationen zum Halt machen, sie befassen sich entweder didaktisch mit dem Thema Wald oder sind spielorientiert. Wer alle Stationen „abarbeitet“ braucht etwas mehr als eine Stunde für den Weg bis zur Turmspitze. Das Konzept von Pfad und Turm geht auf.