DETROIT
AP

Volkswagen hat sich im Abgasskandal in den USA auf einen weiteren Vergleich mit Klägern geeinigt. Man werde mehr als 157 Millionen Dollar (147 Millionen Euro) zahlen, um die Klagen aus den zehn Staaten Connecticut, Delaware, Maine, Massachusetts, New York, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, Vermont und Washington beizulegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Betroffen von der Einigung sind Fahrzeuge mit Dreiliter-Sechszylinder-Dieselmotoren. Der Vergleich ist eine zusätzliche Belastung für VW nach jener Einigung aus dem vergangenen Jahr, bei dem das Unternehmen mit 603 Millionen Dollar Verbraucherschutzklagen für Zweiliter-Motoren aus 44 Staaten, Washington D.C. und Puerto Rico aus der Welt schaffte. Insgesamt erklärte sich der Konzern zu Entschädigungen und Strafzahlungen von mehr als 20 Milliarden Dollar bereit.

Es sei das erste Mal, dass die zehn Staaten auf Grundlage ihrer eigenen Emissionsgesetze Strafzahlungen von einem Autohersteller erhalten hätten, erklärte der New Yorker Generalstaatsanwalt Erich Schneiderman. Dieser Präzedenzfall sei wichtig angesichts der Tatsache, dass US-Präsident Donald Trump bei der Bundesumweltbehörde Budgetkürzungen plane. Damit falle Staaten wie New York und Kalifornien die erste Verteidigungslinie für die Umwelt zu, erklärte Schneiderman.

Der Autobauer hatte eingestanden, in seine Diesel-Wagen eine Software eingebaut zu haben, durch die die Modelle in Schadstofftests bessere Ergebnisse ablieferten als dann auf der Straße.