LUXEMBURGJORGE ALMEIDA

Das Remake zum Game Boy-Klassiker „Link’s Awakening“ ist nun für die Switch erhältlich

The Legend of Zelda: Link’s Awakening“ ist ein Remake zum in 1993 erschienenen Game Boy-Klassiker. Hier haben sich die Entwickler für einen extrem niedlichen Grafikstil entschieden, der sehr an Spielzeug erinnert.

Ein charmantes Abenteuer mit wenig Neuerungen

„Link’s Awakening“ bietet dasselbe Spielprinzip wie das Original. Link erleidet Schiffbruch auf der Insel Cocolint und wird von einem Mädchen namens Marin und dessen Vater Tarin gerettet. Link trifft schon ganz früh auf die weise Eule, die ihm sagt, wie er von dieser Insel flüchten kann. Link muss den Windfisch, dessen riesengroßes Ei auf der Spitze des höchsten Berges der Insel zu finden ist, mittels acht Instrumenten, die in Dungeons zu finden sind, aus dem Schlaf herausziehen. Je mehr Instrumente Link in seinen Besitz bringt, umso näher kommt er an das Geheimnis dieser Insel. Auf der Insel begegnet Link so manchen charmanten Charakteren, die ihm auf dem Weg helfen.

Das Spiel ist nahezu identisch zum Original. Die Dungeons und diversen Höhlen befinden sich an den gleichen Stellen der Insel, wie es eben von einem Remake zu erwarten ist. Die einzige bemerkenswerte Neuerung dieses Remakes ist eine Art Dungeon-Editor namens Kammerlabyrinthe. Das Prinzip ist einfach: Man kann einzelne Räume eines absolvierten Dungeons nehmen und zu einem neuen Dungeon kombinieren. Spielt man einen dieser selbst erstellten Dungeons durch, erhält man Items wie Feenflaschen oder Herzteile. Besonders spannend ist diese Neuerung allerdings nicht, da man im Endeffekt alle Räume und deren Rätsel bereits vom ersten Durchgang kennt. Somit fühlt sich diese Neuerung mehr als Arbeit für wenig Belohnung an.

Technische Probleme ruinieren die Atmosphäre

Auch wenn „Link’s Awakening“ ein sehr charmantes Spiel ist mit niedlicher Grafik und sehr guter Musik, leidet es trotzdem an nervenden technischen Problemen. Wenn man Häuser oder Höhlen zum Beispiel verlässt, ruckelt das Spiel ziemlich stark, auch wenn es nur ein paar Sekunden dauert. Leider passiert dies nicht nur beim Verlassen eines Gebäudes, sondern auch, wenn man auf der Oberwelt in neue Gebiete, wie zum Beispiel einen Wald, eintritt. Dies ist sehr schade, da das Spiel schon einige Maßnahmen ergreift, um solche technische Probleme zu minimieren. Eine dieser Maßnahmen ist ein Unschärfe-Effekt am Rande des Bildschirmes. Dadurch sieht es ständig so aus, als wäre der Rahmen des Bildschirms unfokussiert, was zwar nicht sonderlich stört, aber trotzdem auffällig ist.

Alles in allem ist „Link’s Awakening“ ein gutes Spiel. Allerdings bringt es eine einzige Neuerung mit sich, welche nicht mal sehenswert ist. Für die, die das Original noch nicht probiert haben, ist das Spiel trotzdem empfehlenswert. Allerdings sollte man sich vorher überlegen, ob ein solches Remake 60 Euro wert ist.