LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Malik Zeniti sieht gute Chancen für den Logistik-Standort Luxemburg

Palettennotstand, Hafenüberlastung, extra-lange Lkw - in der Logistik passiert viel. Für Luxemburg als Logistik-Standort gab Malik Zeniti, Manager des „Cluster for Logistics“, diese Woche Donnerstag in der Handwerkskammer für die Mitglieder der Deutsch-Luxemburgischen Wirtschafts-Initiative einen Überblick über den Logistik-Standort-Luxemburg.

Für viele der rund 50 Gäste kam es überraschend, dass derzeit ein Palettennotstand das Wachstum der Branche bremst. Aufgrund des starken Wirtschaftswachstums in Deutschland kommt es dort zu Engpässen bei Paletten. Aber ohne Paletten kein Transport. So ergibt sich die Situation, dass selbst recycelte Paletten im Preis steigen, weil die Nachfrage so groß ist.

Überlastete Häfen

Ein weiteres Thema war die Abhängigkeit der Häfen vom Rohöl und ihre Überlastung. „Derzeit sind sowohl die Häfen in Hamburg als auch in Rotterdam überlastet. Viele Unternehmen überlegen da schon, wohin sie ausweisen. Luxemburg bietet als Hinterland eine echte Alternative“, unterstrich Zeniti.

Eine weitere, neue Entwicklung sind Frachtkorridore. Diese Idee wird vor allem von pragmatischen Unternehmern aus den Niederlanden gefördert. Es geht darum, dass mehrere Unternehmen ihren Transportbedarf so absprechen, dass sie bei Bedarf einen eigenen Zug für sich chartern können. „So entstehen neue Frachtkorridore“, erklärte Zeniti in seinem engagierten Vortrag. Er verwies darauf, dass es bereits Apps dafür gibt.

Eigentlich hätte der Vortrag bei der CFL in Bettemburg stattfinden sollen. Doch in Luxemburg geht aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens gegen 18.00 um diese Zeit auf den Straßen nicht viel, bedauerten die Veranstalter.

Im Übrigen zeigte sich Zeniti sehr zufrieden mit dem Cluster und seinen 22 Mitgliedsunternehmen. Der Pharma-Hub am Flughafen entwickele sich gut, auch die Ausbildung junger Leute an der Uni trage Früchte. Jene, die dort derzeit einen Master machten, hätten schon erste Angebote aus Luxemburg, betonte der Manager. Er verwies auch auf Umwelt-Programme wie „Lean&green“ sowie den Tag der Logistik am 19.04.2018.