LUXEMBURG
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PwC stellt „Global Economic Crime Survey“ vor

Die von PwC angefertigte „2018 Global Economic Crime“-Umfrage zeigt für Unternehmen in Luxemburg ein eindeutiges Bild: Cyberkriminalität ist demnach auch im Großherzogtum ein Problem, mit dem sich Unternehmen auseinander setzen müssen - und das eine reale Bedrohung sein kann. Demnach gaben knapp 43 Prozent der befragten Unternehmen an, einen Cyberangriff für die stärkste Bedrohung der kommenden zwei Jahre zu halten. Damit verwies die digitale Kriminalität traditionelle Bedrohungen wie Geldwäsche und Steuerhinterziehung auf die Ränge. Immer noch mit dabei bleibt auch die Zweckentfremdung von Kapital.

Hohe Schäden

An der Studie nahmen weltweit 7.200 Unternehmen teil. Rund die Hälfte davon gab an, Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden zu sein. In Luxemburg liegt der Prozentsatz nur leicht besser: Hierzulande sind es 42
Prozent - derselbe Prozentsatz wie bereits 2016. Der Ex-FBI-Agent und Cyberkriminalitäts-Experte Gregory Coleman geht davon aus, dass es eine höhere Dunkelziffer geben könnte, da Unternehmen ihre Zwischenfälle nicht immer melden, um keinen Imageschaden zu erleiden.

Kommt es zu einem Zwischenfall, kann der Schaden empfindlich hoch sein: 18 Prozent der befragten Unternehmen in Luxemburg schätzen ihre Verluste durch Wirtschaftskriminalität zwischen 100.000 Euro und bis zu fünf Millionen Euro ein. Besonders bedenklich: Lediglich 36 Prozent gaben der Umfrage zufolge an, regelmäßig auch auf Cyber-Bedrohungen zu prüfen.

Immerhin: Luxemburgische Unternehmen seien der Studie zufolge besonders gut darin, ihre Businesspartner im Voraus gründlich zu durchleuchten. Weniger gut schneiden sie hingegen bei den verwendeten Tools ab,
die allzu oft Standard-Tools „off-the-shelf“ sind, die direkt vom Entwickler abstammen. Das führe zu häufigen Fehlermeldungen bei Untersuchungen, wie 43 Prozent der Umfrageteilnehmer angeben.