LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Passagierzahlen sind innerhalb von zehn Jahren um 60 Prozent angestiegen

Die CFL musste in den vergangenen zehn Jahren einen Anstieg bewältigen, der, um im eisenbahnerischen Bild zu bleiben, eigentlich nach einer Vorspannlok verlangt hat.

Keine andere Eisenbahn in Europa musste binnen zehn Jahren einen Zuwachs von über 60 Prozent bei den Passagierzahlen verarbeiten. Einerseits ein Segen, andererseits eine Herausforderung. 2005 transportierte die CFL noch 14 Millionen „Paxe“, 2015 waren es dann schon 22,5 Millionen. Tendenz steigend. Bei der Bilanzpressekonferenz für das Jahr 2016 am Montag stellte der Präsident des CFL-Aufsichtsrates Jeannot Waringo schlicht fest: „Das Netz ist voll.“ Was natürlich Folgen für den Betrieb hat, selbstverständlich sei man über die jede Verspätung und jede Betriebsstörung unzufrieden.

Dabei muss sich die CFL in Sachen Pünktlichkeit nicht einmal verstecken, denn schließlich kommen 89,8 Prozent der CFL-Personenzüge pünktlich an, soll heißen innerhalb eines Zeitfensters von fünf Minuten.

Mindestens genauso gut ist das Geschäftsergebnis der CFL, nur in einem Bereich, nämlich bei CFL-Multimodal, macht der Logistikkonzern Verluste. Insgesamt konnte das Unternehmen mit deutlich über viertausend Mitarbeitern für 2016, einen Nettogewinn von 13,7 Millionen Euros ausweisen. Dies stellt gegenüber 2015 einen Zuwachs von 48,4 Prozent dar.