LUXEMBURGCHRISTIAN BLOCK

Zum 1. Januar 2015 lebten rund 560.000 Menschen in Luxemburg

Um 13.278 Menschen ist die Bevölkerung Luxemburgs im vergangenen Jahr gewachsen. Zum 1. Januar zählte der Statec genau 562.958 Einwohner im Großherzogtum. Der Trend der vergangenen vier Jahre mit einem Migrationssaldo von rund 10.000 zusätzlichen Einwohnern setzte sich auch 2014 fort. Weil das demografische Wachstum vor allem auf Einwanderung zurückzuführen ist, stieg der Ausländeranteil an der Bevölkerung auf 46 Prozent. Das natürliche Saldo - Geburten minus Tode - lag bei 2.229. 22.332 Ankünfte standen indes 11.283 Auswanderern gegenüber. Daraus ergibt sich eine Differenz von 11.049.

Eine Besonderheit im vergangenen Jahr: Zum ersten Mal in den vergangenen Jahren wanderten mehr Franzosen als Portugiesen ein. Ihr Anteil stieg von 2013 auf 2014 von 17,8 auf 19,5 Prozent. Der portugiesische Anteil fiel gleichzeitig um neun Prozentpunkte von 26,2 auf 16,9 Prozent zurück. Auch gab es 2014 eine verstärkte italienische Einwanderung: Der italienische Anteil an der Einwanderung stieg von 3,9 Prozent im Jahr 2010 auf 10,6 Prozent im vergangenen Jahr.

Auch wenn die Anzahl der Geburten in den vergangenen Jahren gestiegen ist, verzeichnet das nationale statistische Institut 2014 einen Rückgang um 0,7 Prozent: Von 6.115 Geburten 2013 auf 6.070 im vergangenen Jahr. Erklären lässt sich dies durch einen Rückgang der Geburten von Ausländern in Luxemburg (-3,6 Prozent), wo hingegen 2,1 Prozent mehr luxemburgische Kinder zur Welt kamen.

Weniger Hochzeiten, mehr Scheidungen

Der bereits in den vergangenen Jahren zu beobachtende Trend, was Hochzeiten und Scheidungen angeht, setzte sich auch 2014 fort. Gaben sich Anfang der 90er Jahre noch 2.312 Paare das Ja-Wort, waren es 2014 noch 1.657. Die Scheidungsrate stieg indes weiter: von 759 im Jahr 1990 auf 1.453. Im Vergleich zum Vorjahr ist es eine Variation von jeweils -3,8 und +25 Prozent: Von 1.722 Scheidungen auf 1.453.