CLAUDE KARGER

Das „Land“ wundert sich, dass „Männer aus den unterschiedlichsten Lagern“, sich zum Ziel gesetzt hätten, „die sieche Rentenpartei wieder ins Gespräch zu bringen“. Der Platz im Staatsrat auf Angebot der Regierung, aber vor allem ins Kraut geschossene Spekulationen um eine „Rechtskoalition“ mit der CSV nach dem Burka-Intermezzo im Parlament haben die adr wieder ins Rampenlicht befördert. Dabei steht für das „Land“ fest: „CSV und adr sind keine Verbündeten, sondern seit jeher Konkurrenten - selbst bei Schnapsideen“. Und: „für die CSV ist die adr keine Gesinnungsgenossin, sondern eine Wadenbeißerin“ auf dem Weg zurück zur Macht. Auch nach der wildesten Wadenbeißerei bliebe die adr am Ende die letzte Wahl der CSV als Koalitionspartner. Dass gegen politische Knabbermonster am besten stramme Waden helfen, das weiß etwa unser Chefdiplomat, der es nun sogar in das renommierte Radrennmagazin „Tour“ schaffte. „Den Sport hält er für eine Charakterschmiede, er beuge Selbstgefälligkeit und Selbstüberschätzung vor“, verdeutlichte Asselborn, der sich selbst als „Diesel“ auf dem Rennrad bezeichnet, „man lerne, die Zähne zusammenzubeißen - wichtige Qualifikation für die hohe Politik“. Wir sind gespannt, wann Guru Jang sein erstes Trainingslager eröffnet. Angesichts der anstehenden Urnengänge in Luxemburg dürfte es an Klientel nicht fehlen.