CLAUDE KARGER

Im CSV-Profil freut sich der Boss der größten Oppositionspartei bittersüß darüber, dass sich Sozialpartner und Regierung wieder zu Dreiergesprächen treffen. Das habe aber freilich nichts mit den Anstrengungen von Blau-Rot-Grün zu tun, die Konsensfabriken im Land wieder anzukurbeln. Nein, die Sozialpartner hätten der Regierung „auf die Finger klopfen müssen“, damit die den Sozialdialog nicht umschiffe. Potzblitz! Da verschweigt aber jemand, dass dieser Sozialdialog Ende 2011, als der „Mir mam Juncker“-Verein noch das Sagen hatte, in tausend Stücke zersplitterte. Richtige Anstrengungen, das ganze wieder zu kitten, unternahm erst wieder Blau-Rot-Grün, die übrigens in Rekordzeit jede Menge dicker Dossiers aufzuarbeiten hatte. Die CSV setzt offensichtlich auf die Vergesslichkeit der Bürger im Wahlkampf. Denn der ist längst angebrochen wie der Samstags-Leitartikler im „t“ feststellte. „Im Duo mit dem „Wort““ lege die CSV „millimetergenau das Fundament für einen Wahlsieg von nie da gewesenem Ausmaß“. Tag für Tag werde nun der Eindruck geschürt dass „Gambia“ „Schaden über Schaden im Ländchen anrichtet, was zu CSV-Zeiten natürlich nicht der Fall war“. Ob die auch in diversen Luxushotels ausbaldowerte Strategie am Ende nicht zum Krampf gerät? Abwarten.

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