LUXEMBURG
JEFF KARIER

Sacha Hanlet ist vom Ausnahmetalent Michael Jackson fasziniert

 Der King of Pop hatte auf zahlreiche Musiker einen bedeutenden Einfluss, auch hier in Luxemburg. Für Sacha Hanlet nimmt die Musik von Michael Jackson einen besonderen Stellenwert ein. „Meine frühste Erinnerung ist, dass ich das Video zu ‚Don’t Stop 'Til You Get Enough‘ gesehen habe. Dieses hat bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen“, meint Hanlet. Die bedeutendste Begegnung für Hanlet mit der Musik von Jackson war dann aber „Thriller“ und vor allem das Video dazu. „Ich habe es zum ersten Mal gesehen, als ich noch sehr jung war, als meine Eltern nicht dabei waren. Schließlich ist das für ein kleines Kind schon recht gruselig.“ Das Video und der Song hätten bei ihm etwas ausgelöst, das immer geblieben ist: Die Faszination für den Musiker Michael Jackson.

Erst später hat Hanlet damit begonnen, auch die ganz frühen Alben der Musiklegende durchzuhören und einige seiner Lieblingssongs des Ausnahmetalents finden sich dort. „Da wäre zum Beispiel ‚Off the Wall‘ oder auch das Album ‚Ben‘. Obwohl er damals noch sehr jung war, hatte er bereits eine Wahnsinnsstimme.“ Jackson hat aber auch mit anderen Musikern zusammengearbeitet wie mit Rockwell für den Song „Somebody’s Watching Me“ oder mit Paul McCartney für „Say Say Say“. Allerdings bleibt „Thriller“ für Hanelt die klare Nummer eins.

Große Inspiration

„Thriller“ hat dann auch einen Song der Band „Mutiny on the Bounty“, bei der Hanelt Schlagzeuger ist, direkt beeinflusst, weshalb dieser auch den Titel „Mkl Jksn“ bekam. „Bei der Suche nach einer Basslinie, haben wir den Groove sowie die Note aus der Bridge des Songs verwendet“, erklärt der Musiker.
Den Einfluss von Michael Jackson erkennt man auch in seinem aktuellen Projekt „Them Lights“. Unter diesem Namen tritt Hanlet seit nun knapp einem Jahr auf und produziert modernen Elektro-Pop mit treibenden Beats sowie Einschlägen von Funk, Soul und R&B. Mit diesem Projekt könne er nun mehr seine Liebe für Urban-Musik in seiner eigenen Musik ausleben. „Quasi jeder der Urban-Musik mag und macht, hört auch Michael Jackson und wurde von ihm beeinflusst. Das ist bei mir nicht anders.“

Klare Trennung

Wie Hanlet erklärt, trenne er jedoch zwischen der Person und dem Künstler Jackson. „Ich habe ihn zum Beispiel bis zum Album ‚Bad‘ sehr stark verfolgt und habe einen starken Bezug dazu. Was danach kam, ist entsprechend an mir vorbeigegangen.“ Und auch was Michael als Privatperson getan hat, habe ihn nie wirklich interessiert, „da es mir eigentlich immer nur um den Songwriter, den Sänger, seine Songs ging.“ Als ihn die Nachricht von Jacksons Tod erreichte, war Hanlet jedoch nicht wirklich überrascht. „Schließlich war er ja gesundheitlich stark angeschlagen.“ Dennoch habe es ihn getroffen, dass dieser großartige Musiker gestoben ist. Aber durch seine Musik wird Michael Jackson ewig weiterleben.