CLAUDE KARGER

Wie auf Kohlen verfolgte die CSV-Chefetage am vergangenen Samstag zähneknirschend den RTL-„Background“ mit Meisch, Bausch und Gibéryen. Derart wütend war man am Ende, dass umgehend die klassische Konterattacke folgte. Die Opposition schweige zu den Herausforderungen des Landes, lasse Alternativen vermissen und wolle CSV und LSAP in die Opposition zu schicken. Saures gibt es besonders für den Grünen-Chef, der anmerkte, dass sich die CSV über die eigene Regierungspolitik aufgeregt habe. „Im Gegensatz zu den Grünen nehmen Christlich-Soziale nicht für sich in Anspruch, die Wahrheit gepachtet zu haben“, heisst es, von jenen, die mal den „séchere Wee“ gepachtet hatten, „wir stellen auch die eigene Politik in Frage und scheuen uns nicht, unsere Ansätze zu modernisieren“. Also: Die wahren Progressisten sind bei den Konservativen zu suchen. Bei denen zum Beispiel einer wie Ex-CSV-Chef Biltgen seit 15 Jahren (!) (s. „Quotidien“) für die Homo-Ehe militiert, die immer noch nicht erlaubt ist. Na denn. Ganz doll freuen tun sich die CSVler auf den nächsten „Background“. Vom Premier seien da „mit Sicherheit deutliche Worte zu den Zukunftsfragen“ zu erwarten. Oder wird es der „xte“ Aufruf zu einem Wettbewerb der „edlen Ideen“?