LUXEMBURG
PIERRE WELTER

Urteil: Jeweils 10.000 Euro Geldstrafe für „Waldhaff“-Betreiber und sarl

Ja, der Wintergarten ist rechtswidrig errichtet worden: Die zuständigen Richter der 7. Strafkammer gaben am Donnerstag der Baurechtsbehörde Recht.

Der Betreiber des „Waldhaff“,Marc Hobscheit, verliert damit teilweise das Verfahren. Hobscheit sowie seine Gesellschaft werden wegen Zuwiderhandlung gegen bestehende Bauvorschriften jeweils zu einer Geldstrafe von je 10.000 Euro verurteilt. Ob der Wintergarten aber wirklich in einer Grünzone errichtet wurde, konnte so nicht nachgewiesen werde.

Außerdem ordneten die Richter die vorläufige Schließung an, bis notwendige Genehmigungen eingeholt wurden und 220 Plätze genehmigt sind. Es wird erwartet, dass sein Anwalt in Berufung gehen wird und sich dann der Appellationshof noch einmal mit dem Sachverhalt beschäftigt.

Marc Hobscheit streitet sich schon seit längerer Zeit wegen des Wintergartens mit der Bauaufsicht. Am Anfang war es ein Traum. Der Traum von der Selbständigkeit, von der finanziellen Unabhängigkeit. Und auch der Wunsch, den „Waldhaff“ zu vergrößern. Für diese Verwirklichung baute Hobscheit einen Wintergarten. Nur informierte er den Vermieter über die baulichen Veränderungen und deren Zweck nicht.

Der Vermieter ist der Staat. Für die Terrasse und den Wintergarten reichte er bei der zuständigen Gemeinde auch kein Baugesuch ein. Nur aus Unwissenheit, nicht aus böser Absicht, wie Hobscheit vor Gericht beteuerte.