Vier Monate vor dem Referendum, dessen Fragenkatalog durch den Deal mit den Kirchen über deren künftige Finanzierung bekanntlich bereits von vier auf drei geschrumpft ist, befürchtet der „Land“-Leitartikler, dass der Eindruck entstehen könnte, die ganze Übung sei dabei, zu einer „leeren Hülse“ zu werden statt zu einem „Höhepunkt gelebter Demokratie“. Dornige Blumen gibt es für den zuständigen „Chamber“-Ausschuss, dem man aber nicht vorwerfen könne, sich nicht bemüht zu haben: Zwei Sitzungen lang habe er debattiert, „ob in der luxemburgischen Textfassung der ersten Frage „Walen“ mit oder ohne H geschrieben werden soll und ob eine Verwechslung mit deutsch: Walen vermieden werden müsse, wobei er sich nicht sicher war, ob er im Artikelkommentar die gemeinten Meeressäuger als „poissons“ oder „baleines“ bezeichnen sollte“, berichtet das „Land“. Hm. Ein Anruf bei Monni Lex und ein Blick ins Kinderlexikon hätten da wohl genügt. Aber ernsthaft: Die Volksbefragung, die sich nun vornehmlich um die Frage des Ausländerwahlrechts drehen wird, wird sowohl für die Koalition als auch für die Opposition eine politische Herausforderung im Moby-Dick-Format. Deshalb sollten es beide lassen, weiter damit zu taktieren und stattdessen gemeinsam eine umfassende und objektive Debatte über die Beteiligung aller Bürger an demokratischen Prozessen ankurbeln.