LUXEMBURG
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Schüler des LTB helfen Menschen ohne Dach über dem Kopf mit dem „LTBotterschmier“

Manchmal sind es die kleinen Dinge: Ein heißes Getränk zum Beispiel. Besonders an den kälteren Tagen fasst man sich bekanntlich leichter neuen Mut, wenn man eine warme Tasse Kaffee oder Tee genießen kann.

Schüler des „Lycée Technique de Bonnevoie“ haben sich diese Lektion zu Herzen genommen und gemeinsam mit dem Aufnahmezentrum „Para-Chute“ einen wichtigen Beitrag für obdachlose Mitbürger geleistet: Eine Thermosflasche, die den Menschen ohne festes Dach über dem Kopf erlaubt, ihre Getränke warm zu halten, sowie eine Winter-Kleidersammlung wurden von ihnen organisiert.

Junge Menschen mit großen Herzen

„LTBotterschmier“ und die Thermoskanne war eine Idee der Schüler selbst. „Wir wollten Menschen ohne feste Unterkunft mit einem konkreten Beitrag helfen“, meint Richard Gregg, einer der Schüler aus dem Projekt. Angedacht war deshalb zuerst das Verteilen von belegten Broten - „daher auch der Name ,Botterschmier‘“, erklärt er den lobenswerten Einsatz.

Da sei die Nachfrage aber nicht so hoch gewesen. Die Lösung: Das Trinkflaschenprojekt „LTBidon“. Die Motivation: „Wir haben uns um die Thematik der Menschen ohne Obdach kümmern wollen“, erklärt Teammitglied Paul Daubenfeld.

Das „LTBotterschmier“, das sind die Schüler der Option „Service Learning“, einer optionalen Kursbelegung für Schüler der Klasse 2GSO. Hier werden soziales Engagement seiner Teilnehmer in Kombination mit klassischem Unterricht gefördert. Mitgemacht haben neben Daubenfeld und Gregg auch Loris Bitalli, Laura da Silva, Alexandra Müller, Diego Polignano, Kathlyn Bento, Erwan Entringer, Mara Mazza, Sara Hoffmann und Marie Sjöström. Gemeinsam verteilten sie an zwei Freitagen direkt vor Ort in der Einrichtung „Para-Chute“ insgesamt 250 der Thermoskannen. Und die kommen gut an: „Unsere Gäste kommen noch immer damit zu uns, und jetzt wo es wärmer wird, nutzen sie die Flaschen für kühle Getränke“, meint Fabien Reeff vom „Para-Chute“.

In der Hilfseinrichtung kamen die Schüler dann auch in Kontakt mit den Betroffenen und verteilten Tee und Kaffee. „Es war sehr toll, in Kontakt zu kommen, das wird sonst zu sehr vertuscht“, meinte Daubenfeld. Damit sich das ändert, rührten sie auch in der Schule selbst kräftig die Werbetrommel. „Wir haben mit anderen Schülern über die Problematik gesprochen und auf diese Weise Spendengelder gesammelt“, erklärt er. Auf diese Weise kamen knapp 1.000 Euro zusammen, von denen die knapp 250 Flaschen à je 15 Euro hergestellt wurden. Der Rest der Finanzierung wurde von der Thierry Van Werveke-Stiftung (FTVW) beigetragen. Diese zeigte sich denn auch offen, die jungen „Troublemaker“ auch in Zukunft zu unterstützen. „Uns hat so sehr gefallen, dass es pädagogisch wertvoll war und echten Altruismus bewies“, meinte Joseph Tomassini von der Stiftung. Sehr löblich sei auch gewesen, dass fast die Hälfte der Gelder selbst aufgetrieben wurde. „Das zeigt echten Einsatz.“