LUXEMBURG
LJ MIT DPA

„Direction de la Santé“ gibt Hitze-Tipps

Sonne aussperren, Schatten suchen und Siesta: Bei Hitze verhält man sich am besten wie die Menschen am Mittelmeer. Wo die Sonne drauf scheint, Rollläden runter. Da wo Schatten ist, Rollläden hoch, Fenster auf, damit Luft rein kommt, raten die Experten. Bis zu 38 Grad werden am Wochenende auch in Luxemburg erwartet, so dass die „Direction de la Santé“ gestern die Warnstufe orange aktiviert hat und in einer Mitteilung eine Reihe von wichtigen Hitze-Tipps gibt. Wichtig ist vor allem, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen, mindestens 1,5 Liter pro Tag. Am besten ist Mineralwasser, weil durch die schweißtreibende Hitze viele Mineralien verloren gehen.
Vor allem ältere Menschen, denen das Durstgefühl fehlt, müssen zum Trinken animiert werden. Zu wenig Flüssigkeit kann zu einem Absinken des Blutdrucks führen. Das kann wiederum zum Kreislaufkollaps führen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Daher sollte man sich, wenn es vor den Augen flimmert, schnell hinsetzen und die Beine hochlegen. Bei diesen Temperaturen ist es besonders riskant, in der prallen Sonne zu liegen. Wer Fragen hat, kann sich bei der „Direction de la santé – Division de l’Inspection sanitaire“ unter der Telefonnummer  247-85653 melden.

Ozon-Alarm in Sicht

Wegen der hohen Temperaturen könnte die Konzentration von Ozon in der Luft in den kommenden Tagen den Wert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter übersteigen, warnt indes die Umweltverwaltung in einer Pressemitteilung. Dann treten verschiedene Maßnahmen in Kraft, um einen weiteren Anstieg der Konzentration des Gases zu vermeiden. Da der Straßenverkehr und der Gebrauch organischer Lösungsmittel zu den wichtigsten Quellen der umweltschädlichen Vorläufergase (nämlich der Stickoxide und der flüchtigen organischen Verbindungen) gehören, welche zur exzessiven Bildung von Ozon führen, sind dann folgende verbindliche Bestimmungen im Kampf gegen die hohen Ozonkonzentrationen anzuwenden: Beschränkung der Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge auf den Autobahnen auf 90 km/h. Empfohlen wird ferner, nicht das Auto, sondern die öffentlichen Transportmittel zu benutzen; jegliche Nutzung von Fahrzeugen mit hohen Abgaswerten, insbesondere solcher ohne Katalysator und alter Fahrzeuge mit Dieselmotor, vermeiden; den Gebrauch von Farbe und anderen Produkten, welche organische Lösungsmittel enthalten, vermeiden. Zu hohe Ozonwerte können bei verschiedenen Personen Gesundheitsprobleme hervorrufen, etwa Reizungen von Augen und Rachen, Verringerung der Atemfunktion, Vermehrung der Atemwegsinfektionen, Kopfschmerzen, vermehrtes Auftreten von Asthmaanfällen sowie die Verminderung der sportlichen Leistungen.•