LUXEMBURG
LJ

Regierungsrat entscheidet heute über Ausstiegsszenarien aus der Covid-19-Krise

Die Spannung steigt: bei seiner heutigen Tagung wird der Regierungsrat grünes Licht für Ausstiegsszenarien aus der Covid-19-Krise geben, an denen die letzten Tage intensiv gearbeitet wurde. Vergangene Woche hatte Gesundheitsministerin Paulette Lenert bereits angekündigt, dass es diese Woche mehr Details über eine schrittweise Wiederaufnahme der Aktivitäten im Land geben würde.

Nach dem Regierungsrat werden Premier Xavier Bettel und Ministerin Lenert um 14.30 in der Präsidentenkonferenz des Parlaments erwartet, um Aufschluss über die Pläne zu geben, zu denen es später eine Pressekonferenz geben soll.

Auch andere Länder wie Österreich haben bereits eine Lockerung der Anti-Covid-19-Maßnahmen beschlossen, derweil die EU-Kommission heute ihren „Fahrplan“ mit Empfehlungen für EU-Staaten für einen stufenweisen Ausstieg aus den Notfallmaßnahmen vorstellen will.

Auf jeden Fall soll die Öffnung schrittweise geschehen, um das Infektionsrisiko weiterhin in Schach zu halten und die Gesundheitssysteme nicht zu überfordern. RTL meldete gestern, dass in Luxemburg zunächst verschiedene Berufe aus dem Bausektor wieder ihre Arbeit aufnehmen könnten, weitere sollen nach und nach folgen. Spannend ist die Frage, wann die Schulen wieder normal funktionieren. Sie bleiben ja zunächst mal bis zum 4. Mai geschlossen.

Grundlage der Exit-Strategie sind eine Reihe von Hypothesen was die potenzielle Weiterverbreitung des Virus anbelangt aber auch eine Studie der Beratungsgesellschaft McKinsey im Auftrag des Wirtschaftsministeriums.

Zwei Tote mehr

Der Covid-19-Erreger hat derweil bis gestern 67 Todesopfer gefordert. Die Zahl wurde gegenüber Montag (69) nach unten korrigiert. Grund war ein Übertragungsfehler, wie es offiziell hieß. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionen hat derweil 3.307 erreicht (+15 gegenüber Montag).

Während bislang 29.523 Covid-19 Tests durchgeführt wurden, liegen 192 Patienten wegen des Virus im Krankenhaus. 31 müssen intensivversorgt werden. Zu dieser Zahl dazu rechnen muss man die Patienten aus der Region Grand Est, die Luxemburg aufnahm. Einer von ihnen konnte übrigens heute zurück in seine Heimat, wie das „Centre Hospitalier du Nord“ gestern meldete. Insgesamt 486 Covid-19-Patienten konnten das Krankenhaus indes bereits verlassen. •