LUXEMBURG
STEPHANE HERRMANN

Hört man Luxemburg, denkt man an Europa. Spricht man über Luxemburg, denkt man an Finanzdienstleistungen. Somit liegt es auf der Hand, dass beides zusammengehört: Das Großherzogtum Luxemburg ist ein internationaler Standort - auch über Europa hinaus - und Luxemburg ist ein Kompetenzzentrum für Finanzdienstleistungen von Banking über Investmentfonds bis zu Versicherungen.

Viele international und global tätige Finanzdienstleister schätzen Luxemburg aufgrund der offensichtlichen Standortvorteile: Im Herzen Europas gelegen, mit gut ausgebildeten Arbeitskräften, die über eine einmalige Sprachenvielfalt verfügen, sowie politisch stabil mit einer hohen Kreditwürdigkeit. Luxemburg’s Triple A Rating von Standard & Poor’s wurde erst kürzlich wieder bestätigt.

Besonders hervorzuheben ist, dass diese Qualitätsmerkmale das Ergebnis politischer und strategischer Entscheidungen sind, die über Jahre das Ziel hatten, Luxemburgs Rolle als Finanzzentrum innerhalb Europas zu stärken und zu festigen. Eine gute Zusammenarbeit mit dem Gesetzgeber und der Aufsichtsbehörde sind ein weiterer Schlüssel zum Erfolg.

Diese Erfahrungen machen derzeit auch viele Finanzdienstleister, wenn sie ihre Optionen für die Zeit nach dem Brexit prüfen. Dies spiegelt sich in der Tatsache wider, dass Luxemburg derzeit in der Brexit Diskussion je nach Finanzdienstleistungszweig im gleichen Atemzug wie Dublin, Frankfurt, Amsterdam oder Paris genannt wird. Des Weiteren dürfte das sogennante Passporting, welches allen EU Mitgliedstaaten die Rechte für den Vertrieb von Finanzprodukten innerhalb des EWR Binnenmarkts erlaubt, ein weiterer entscheidender Faktor in der Standortbestimmung sein.

Schauen wir einige Jahre in die Vergangenheit zurück, so konnte ebenfalls beobachtet werden, wie in der globalen Finanzkrise und der nachfolgenden Eurokrise stabile Länder wie Luxemburg zum sicheren Hafen für vermögende Kunden avancierten. Es waren eben diese Argumente und ein dynamisches Wirtschaftsklima, welches die Investoren dazu veranlasst hatten, eine Bankbeziehung in Luxemburg aufzubauen, zu pflegen oder weiter zu entwickeln.

In der heutigen globalen Wirtschaft erwarten Kunden einen zunehmend diversifizierten und flexiblen Zugang zu massgeschneiderten Finanzdienstleistungen. Auch deshalb bekennen sich viele Unternehmen klar zum Standort Luxemburg. In einem von politischer Unsicherheit geprägten Europa sowie die durch Brexit entstandene Verunsicherung unter Investoren und Unternehmen, gewinnt das Großherzogtum zunehmend an strategischer Bedeutung. Kompetente, mehrsprachige Kundenberater bieten auch ihren anspruchsvollen, internationalen Klienten eine persönliche, professionelle und umfassende Finanzberatung und eine breit gefächerte Palette von Finanzlösungen aus einer Hand. Deshalb wird Luxemburg auch in Zukunft nicht an Attraktivität verlieren.

credit suisse

Schweizer Bank mit globaler Reichweite

Die 1856 gegründete Credit Suisse ist seit 1974 in Luxemburg präsent. Die Bank mit Hauptsitz in der Schweiz hat eine globale Reichweite mit Geschäftsaktivitäten in über 50 Ländern und rund 47.170 Mitarbeitern. Credit Suisse betreut ihre Kunden durch drei regional ausgerichtete Divisionen: Swiss Universal Bank, International Wealth Management und Asia Pacific. Luxemburg dient schon seit den 1980er Jahren als Fondsstandort innerhalb der EU, darüber hinaus als europäischer Hub für das Private Banking sowie das Asset Servicing Business und ist seit 2013 das Dienstleistungszentrum für Schweizer, Luxemburger und Irische Fonds.