LUXEMBURG
LJ

Sie sind zum ersten Mal bei Gemeindewahlen dabei und/oder noch ziemlich jung. Weshalb engagieren sie sich politisch und was möchten sie bewegen? Das sind Fragen, die wir an eine Reihe junger Kandidaten bei den Kommunalwahlen gestellt haben. Heute: Andy Foyen (19), Student und Kandidat auf der Wiltzer DP-Liste.

Seit wann wohnen Sie in Ihrer Gemeinde und was gefällt Ihnen dort besonders?

ANDY FOYEN Seit März 2012 wohne ich in Wiltz. Zuvor habe ich in Esch-Sauer gelebt. Obschon dieser Ort zweifelsohne als eines der schönsten Dörfer des Großherzogtums gilt, ist Esch-Sauer für die Jugend eher unpraktisch: In puncto Freizeitaktivitäten ist man oftmals entweder auf den Bus oder das Auto angewiesen. Wiltz bietet dagegen ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm an; sowohl Sportbegeisterte als auch Musikliebhaber sind hier gut aufgehoben.

Wie sind Sie zur Politik gekommen?

FOYEN Trotz der Vielfalt an Aktivitäten gibt es in unserer Gemeinde noch einiges zu bemängeln. Dadurch wurde auch mein Interesse für Politik geweckt. Nachdem ich auf die Jeunesse démocrate et libérale gestoßen geworden war, habe ich mich sogleich als Koordinator der JDL Norden beworben. Zu verlockend klang die Idee, aktiv an Projekten mitzuwirken. Darüber hinaus stellt der Liberalismus eine politische Bewegung dar, die meine Ideen und Meinungen wiederspiegelt. Außerdem möchte ich mich für junge Menschen einsetzen.

Was möchten Sie im Besonderen bewegen?

FOYEN Eines unserer Projekte besteht darin, eine Diskothek in Wiltz zu eröffnen, sodass Jugendliche und junge Erwachsene das Nachtleben genießen können, ohne dabei eine einstündige Fahrt nach Luxemburg-Stadt auf sich nehmen zu müssen. Eltern, insbesondere von Minderjährigen, würde eine Diskothek in unserer Gemeinde ebenfalls entgegenkommen, da sie, im Falle unvorhergesehener Ereignisse, schneller vor Ort sein könnten. Sollte dieses Projekt umgesetzt werden, darf natürlich der entsprechende öffentliche Verkehr nicht fehlen. Daher sind die sogenannten „Night Riders“, die, in Form von Bus- und Zuglinien die Umgebung bedienen, für eine sichere Fahrt unerlässlich.

Unser Vorhaben besteht darin, in Zukunft mehr mit Jugendlichen zu kooperieren. In diesem Sinne wünschen wir uns einen Jugendausschuss mit beratender Funktion. Denn wer kann besser auf die Wünsche junger Menschen eingehen als die Jugend selbst? Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass eine solche Initiative ein ausschlaggebender Gegenbeweis für das Klischee, dass die Jugend nicht an Politik interessiert ist, darstellt.