LUXEMBURG
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Sie sind zum ersten Mal bei Gemeindewahlen dabei und/oder noch ziemlich jung. Weshalb engagieren sie sich politisch und was möchten sie bewegen? Das sind Fragen, die wir an eine Reihe junger Kandidaten bei den Kommunalwahlen gestellt haben. Heute: Claude Schommer (25), Lehrer und Kandidat auf der Mondorfer DP-Liste.

Seit wann wohnen Sie in Ihrer Gemeinde und was gefällt 
Ihnen dort besonders?

CLAUDE SCHOMMER Ich bin froh, seit meiner Geburt, also seit 25 Jahren, in Mondorf leben zu können. Mit dem Charme eines Dorfes und den Vorteilen einer Kleinstadt, bietet Mondorf für jeden eine hohe Lebensqualität. Besonders hervorzuheben sind die vielen Vereine, welche es besonders den jungen Mitbürgern erlauben, sich sportlich und/oder kulturell zu betätigen.

Wie sind Sie zur Politik gekommen?

SCHOMMER Mit den Gemeindewahlen 2011 habe ich angefangen, mir verschiedene Wahlprogramme durchzulesen. Ich fand es interessant, dass ich zum ersten Mal die Gelegenheit hatte, selbst mit entscheiden zu können, welche Partei meine Interessen vertreten soll. Anstatt aber nur meine Stimme abzugeben, wollte ich ebenfalls meine eigenen Ideen aktiv mit einbringen. So habe ich, gemeinsam mit unserem damaligen Schöffen und heutigem Bürgermeister Lex Delles, die JDL Munneref neu gegründet und die JDL Osten neu aufgebaut. Gleichzeitig habe ich mich in der lokalen DP Sektion engagiert und angefangen, mich mit der Gemeindepolitik auseinanderzusetzen.

Was möchten Sie im Besonderen bewegen?

SCHOMMER Als junger Mitbürger ist es mir wichtig, junge Themen anzugehen und mich besonders für meine Generation einzusetzen. Was kann man tun, damit die jungen Leute, welche in der Gemeinde Mondorf leben, auch in Zukunft hier leben wollen und können? Durch innovative Wohnformen muss man probieren, den jungen Mitbürgern eine Alternative zu oftmals teuren Wohnungen zu bieten. Hier denke ich, zum Beispiel, an Wohngemeinschaften.
Mein Ziel ist es aber auch, dass die jungen Leute nicht nur in der Gemeinde übernachten, sondern auch arbeiten. Die Unterstützung von Start-ups fördert den Unternehmergeist der jungen Leute und kann sich positiv auf die lokale Wirtschaft auswirken.
Auch ist es mir wichtig, dass eine Gemeinde nah am Bürger ist – dieser Satz ist heute anders zu verstehen als noch vor zehn Jahren. Mit den sozialen Medien leben wir heute in einer Zeit in der die Digitalisierung immer wichtiger wird. Die Herausforderung der Gemeinden ist es, sich mit dieser vernetzten Dynamik auseinanderzusetzen, und zu probieren, den digitalen Anforderungen von heute gerecht zu werden.  

Claude Schommer ist 25 und Lehrer Foto: privat - Lëtzebuerger Journal
Claude Schommer ist 25 und Lehrer Foto: privat