LUXEMBOURG
LJ

Sie sind zum ersten Mal bei Gemeindewahlen dabei und/oder noch ziemlich jung. Weshalb engagieren sie sich politisch und was möchten sie bewegen? Das sind Fragen, die wir an eine Reihe junger Kandidaten bei den Kommunalwahlen gestellt haben. Heute: Karin Schmol (27), Studentin aus Lullingen und Kandidatin auf der DP-Liste in Wintger.

Seit wann wohnen Sie in Ihrer Gemeinde und was gefällt Ihnen dort besonders?

KARIN SCHMOL Ich lebe seit meiner Geburt hier und bin hier aufgewachsen und zur Schule gegangen. Es ist eine sehr ländliche Gegend mit wenig Verkehr, in der man die Ruhe genießen kann. Und es ist eine Gegend, in der man sich gegenseitig kennt und zusammenhält. Ich studiere derzeit in einer Großstadt, kann mir aber nicht vorstellen, in einer solchen zu leben. Meine Heimat ist mir da lieber.

Wie sind Sie zur Politik gekommen?

SCHMOL Der Auslöser war eigentlich meine Erfahrung mit Kindern mit Lernschwierigkeiten. Ich habe ein paar Jahre lang mit solchen Kindern gearbeitet und festgestellt, wie schwierig es für sie ist, hier im Ösling eine angemessene Betreuung zu erhalten. Denn eine erste Anlaufstelle für solche Kinder findet man erst in Ettelbrück oder im Ausland.  Ich möchte, dass über diese Probleme in der Öffentlichkeit diskutiert wird und engagiere mich dafür, dass sich hier etwas ändert.

Was möchten Sie im Besonderen bewegen?

SCHMOL Ich habe schon von der Verbesserung der Kinderbetreuung gesprochen. Ganz generell möchte ich erreichen, dass auch die Menschen im Ösling auf optimale Verwaltungsdienstleistungen zurückgreifen können und nicht ganze Tage für einen Behördengang in einem der Ballungszentren des Landes opfern müssen. Auch die Anschlüsse und die Organisation des öffentlichen Transports im Norden des Landes müssen überdacht werden.